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Ferrari und Peugeot haben mit Tests überarbeiteter Versionen ihrer Le-Mans-Hypercars begonnen. Beide Hersteller treiben damit ihre Vorbereitungen auf die Langstrecken-Weltmeisterschaft 2027 voran. Die Arbeiten laufen bereits, obwohl die Saison 2026 erst zur Hälfte absolviert ist. Die kommende Saison soll am 27. März 2027 in Katar beginnen.
Der frühe Entwicklungsstart folgt auf einen neu gestalteten Kalender für 2026. Die Rennen in Katar und Bahrain wurden infolge des Konflikts im Nahen Osten abgesagt, sodass Monza nun das Saisonfinale austrägt. Die Änderungen wurden im Update zum WEC-Kalender ausführlich erläutert und verleihen Ferraris jüngsten Testfahrten auf der italienischen Strecke zusätzliche Bedeutung.

Ferrari veröffentlichte am Dienstag ein Bild, das eine getarnte Entwicklungsversion des 499P bei Testfahrten in Monza zeigt. Die Tarnung sollte mögliche Änderungen an der Aerodynamik verbergen, während der italienische Hersteller das womöglich größte Update für seinen V6-betriebenen LMH seit dem Debüt 2023 bewertet.
Antonio Fuoco, Antonio Giovinazzi, Alessandro Pier Guidi und Miguel Molina absolvierten im Laufe des Tages allesamt Testkilometer. Ferrari erklärte, das Programm konzentriere sich auf die Erprobung und Validierung einer „breiten Palette technischer und aerodynamischer Lösungen“. Weitere Einzelheiten zum Auto nach den Spezifikationen für 2027 nannte der Hersteller jedoch nicht.
Am Vorabend des diesjährigen 24-Stunden-Rennens von Le Mans erklärte Ferrari, dass alle vier verbleibenden Evo-Joker genutzt werden könnten, um den 499P umfassend zu überarbeiten. Von den fünf Jokern, die dem Fahrzeug für seine ursprüngliche fünfjährige Einsatzdauer zugeteilt wurden, hat der Hersteller bislang nur einen eingesetzt. Dieses Update zielte 2024 in São Paulo auf die Kühlung der Bremsen.

Auch Peugeot verkündete den Start des „nächsten Kapitels in der Weiterentwicklung des 9X8“. Das erklärte Ziel lautet, 2027 regelmäßig um die vorderen Plätze zu kämpfen, nachdem das V6-betriebene Hypercar bislang keinen Rennsieg holen konnte.
Der überarbeitete 9X8 wurde auf einem Bild, das vermutlich in Paul Ricard aufgenommen wurde, mit unverkleideter Kohlefaserkarosserie gezeigt. Peugeot erklärte, an technischen Weiterentwicklungen zu arbeiten, die „Leistung, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit“ verbessern sollen.
Nach aktuellem Kenntnisstand hat Peugeot sein ursprüngliches Kontingent an Evo-Jokern aufgebraucht. Der Hersteller bemüht sich jedoch um die Genehmigung, zusätzliche Leistungsmodule zu verwenden, die Herstellern mit schwacher Performance zur Verfügung stehen. Jede solche Weiterentwicklung muss von den WEC-Promotern, der FIA und dem ACO genehmigt werden.
Teamchef Emmanuel Esnault erklärte, der 9X8 bleibe eine Plattform, die kontinuierlich weiterentwickelt werde. Ziel sei es, das Fahrzeug dauerhaft unter den Spitzenautos zu positionieren. Vor dem Lone Star Le Mans im September in Austin lag Peugeot in der Herstellerwertung auf Platz sieben – nur der Neueinsteiger Genesis war noch schlechter platziert.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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