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Ferrari wird beim Großen Preis von Italien in Monza sein zweites Motor-Upgrade für 2026 einführen. Damit will die Scuderia ihre Bemühungen verstärken, Lewis Hamilton und Charles Leclerc wieder in den Kampf um den Formel-1-Fahrertitel zu bringen.
Ferrari startete hinter Mercedes in die neue Regelära. Mehrere Updates für den SF-26 haben jedoch dazu beigetragen, dass sich beide Fahrer der Spitze nähern konnten. Die Scuderia räumt trotzdem ein, dass die eigene Antriebseinheit im Duell mit den Silberpfeilen weiterhin eine große Schwachstelle darstellt. Die übergeordnete Entwicklungsrichtung hat Ferraris Titelhoffnungen am Leben gehalten, wie bereits in der Entwicklungsbilanz des Ferrari SF-26 beschrieben wurde. Nun liegt die Priorität auf dem Motor.
Ferrari brachte nach dem Österreich-Grand-Prix sein erstes Motor-Upgrade der Saison. Zuvor hatte die FIA festgestellt, dass Ferraris Verbrennungsmotor mindestens vier Prozent schlechter als Red Bulls Konstruktion war. Dieses Defizit verschafft dem Team zugleich Zugriff auf zwei Motor-Updates. Das zweite wird beim Heimrennen vom 4. bis 6. September kommen – und nicht beim Großen Preis der Niederlande direkt nach der Sommerpause.
Das Monza-Paket soll voraussichtlich einen überarbeiteten Turbolader mit mehr Schaufeln umfassen. Ferrari verändert das Bauteil, weil die kleinere Ausführung beim Start inzwischen keinen Vorteil mehr bietet. Das Ziel ist klar: zusätzliche Leistung freisetzen und den Rückstand auf Mercedes verkleinern.
Laut Formula1.it erwarten Ferrari nahestehende Quellen außerdem, dass die überarbeitete Antriebseinheit die Effizienz und die Beschleunigung verbessert. Diese Bereiche wurden im bisherigen Saisonverlauf als die „wahre Achillesferse“ des Motors und des SF-26-Konzepts ausgemacht. Monza ist daher mehr als nur ein Upgrade für das Heimrennen: Ferrari unternimmt dort den bislang deutlichsten Versuch, jene Leistungsschwäche zu beheben, die den Angriff auf die Spitze wiederholt beeinträchtigt hat.
Da die Monza-Spezifikation der letzte verfügbare Verbrennungsmotor und Turbolader für Hamilton und Leclerc in diesem Jahr sein wird, plant Ferrari bereits, wie sich mögliche Strafen vermeiden lassen, falls später in der Saison weitere Komponenten der Antriebseinheit benötigt werden.
In Zandvoort werden die Fahrer weiterhin den Motor aus Österreich einsetzen. So kann Ferrari die Nutzung seiner Komponenten besser verteilen. Die Scuderia plant außerdem, beim 17. Saisonlauf auf dem Marina Bay Street Circuit in Singapur zu einer älteren Spezifikation zurückzukehren. Dort ist weniger Motorleistung erforderlich, sodass das jüngste Upgrade für Rennen aufgehoben werden kann, in denen die Performance auf den Geraden wichtiger ist.
Hamilton geht nach elf von 23 Saisonrennen mit einem Rückstand von 50 Punkten auf Mercedes-Fahrer Andrea Kimi Antonelli in die Sommerpause. George Russell liegt zwischen Hamilton und Leclerc, während Leclerc Vierter ist und 81 Punkte hinter Antonelli zurückliegt. Monza könnte Ferrari die Chance bieten, diesen Rückstand zu verkürzen – insbesondere dann, wenn Antonelli nach einem Motorwechsel eine Startplatzstrafe erhält. Mercedes’ Zuverlässigkeitsprobleme haben dazu geführt, dass er bei mehreren Komponenten der Antriebseinheit bereits über sein Saisonkontingent hinausgehen musste. Einen Überblick über die verlorenen Punkte liefert die Analyse zu Mercedes’ Zuverlässigkeitsproblemen 2026.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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