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Ferrari hat einen entscheidenden Filmtag in Monza erfolgreich abgeschlossen und das volle Kontingent von 200 Kilometern genutzt, um den SF-26 auf Herz und Nieren zu prüfen. Während Charles Leclerc am Vormittag das Steuer übernahm, stieg Lewis Hamilton am Nachmittag ein. Die Scuderia nutzte die Werbeveranstaltung als kritische technische Übung im Vorfeld des kommenden Großen Preises von Miami.
Die Einheit diente als erste Validierung des umfassenden Miami-Upgrade-Pakets von Ferrari auf der Strecke. Darüber hinaus bot sie dem Team die unmittelbare Gelegenheit, den SF-26 unter den überarbeiteten FIA-Regularien zum Energiemanagement zu bewerten, die am 20. April offiziell bestätigt wurden.
Obwohl die Beschränkungen für Filmtage direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Konfigurationen untersagen, entschied sich das Team für eine bewusste Aufteilung zwischen seinen Fahrern. Indem Leclerc und Hamilton mit demselben Setup fuhren, konzentrierte sich Ferrari darauf, saubere, unterbrechungsfreie Daten über zwei unterschiedliche Fahrstile und variierende Streckenbedingungen hinweg zu sammeln. Das Team nutzte die für Monza charakteristischen langen Geraden und harten Bremspunkte, um die Energierückgewinnungssysteme der Antriebseinheit einem Stresstest zu unterziehen – ein Schritt, der darauf ausgelegt war, wesentliche Referenzdaten für den energieintensiven Kurs in Miami zu liefern.

Der SF-26 präsentierte sich in Monza mit einer signifikanten Reihe aerodynamischer Updates. Berichten zufolge verfügte das Auto über neue Spezifikationen für Front- und Heckflügel sowie einen überarbeiteten Unterboden. Bemerkenswert ist, dass das Auto mit der neuesten Iteration des „Macarena“-Heckflügels ausgestattet war – einem Konzept mit umgekehrtem Profil, das in dieser Saison im Mittelpunkt der Entwicklung bei Ferrari steht.
Das Team hat einen starken Fokus auf die Zuverlässigkeit und die hydraulische Betätigung dieses Mechanismus gelegt, wobei Monza die erste Hochgeschwindigkeitsbewertung des aktualisierten Systems ermöglichte. Ergänzend zu diesen Änderungen ist der neue Unterboden darauf ausgelegt, die Lastkonstanz zu verbessern und den Luftwiderstand zu verringern – ein kritischer Bereich, in dem das Team daran gearbeitet hat, die Lücke zu Mercedes zu schließen.
Monzas einzigartiges Profil als Testgelände für aerodynamische Effizienz und Hybrid-Einsatz machte es zum idealen Ort für diesen letzten Streckeneinsatz vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft. Da Ferrari nur zwei Tage nach der Finalisierung der FIA-Regulierungsanpassungen fuhr, hat sich das Team einen bedeutenden Vorteil verschafft und ist das erste Team, das seine Systeme unter dem neuen Rahmen validiert hat.
Obwohl die Einheit die Verwendung von Flow-Viz-Farbe oder externen Aero-Rechen untersagte, nutzte Ferrari interne Kraftmessdosen und Onboard-Sensoren, um die Korrelation zwischen CFD, Windkanalprognosen und der Leistung in der realen Welt sicherzustellen. Diese Daten werden nun in das Simulatorprogramm in Maranello integriert, wo die Ingenieure das Setup für den US-Lauf finalisieren. Nach einer fünfwöchigen Pause, die TPC-Fahrten in Mugello und Pirelli-Tests in Fiorano umfasste, markiert diese Monza-Einheit das letzte Puzzleteil für Ferraris Vorbereitungen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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