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Die FIA hat eine Reihe neuer Änderungen an den Formel-1-Regularien für 2026 bestätigt und nach der Sitzung des World Motor Sport Council (WMSC) in Macau zudem die „erste Ausgabe“ des Regelwerks für 2027 verabschiedet.
Diese Entscheidungen sind Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets für die FIA-Weltmeisterschaften, zu dem auch der neue Kalender der Formel E gehört. Für die Formel 1 sind jedoch die Entwicklungen am bedeutendsten, wie das Reglement für 2026 in Echtzeit verfeinert wird – und wie sich der Sport bereits auf den nächsten regulatorischen Schritt für 2027 und darüber hinaus vorbereitet.
Das WMSC hat eine Änderung bei der Deklaration einer Hitzegefahr abgesegnet, die nun zwischen einem Sprint und einem Grand Prix aufgeteilt werden kann. Die Meldung muss weiterhin 24 Stunden vor der geplanten Startzeit erfolgen.
Diese Anpassung erfolgt zu einer Zeit, in der das Hitzemanagement an Rennwochenenden ein zunehmend wichtiges betriebliches Thema darstellt, wie kürzlich die Hitzewarnung für den Großen Preis von Österreich am Red Bull Ring verdeutlichte.
Die FIA hat zudem den „Boost-Modus“ unter spezifischen sicherheitsrelevanten Bedingungen wieder eingeführt. Bei geringem Grip auf nasser Strecke oder bei schlechter Sicht darf der Boost-Modus genutzt werden – allerdings nur, um einen Leistungsabfall des Fahrzeugs zu verhindern, nicht um die Leistung zu steigern. Unter denselben Bedingungen wurde der „Overtake-Modus“ deaktiviert.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Die Änderung zielt auf Sicherheit und Fahrbarkeit ab, anstatt ein zusätzliches Performance-Werkzeug zu schaffen. Sie unterstreicht zudem das kontinuierliche Bestreben der FIA, die Abläufe der Leistungsentfaltung bei schwierigen Bedingungen zu präzisieren.
Für 2027 wurde die Dauer der Vorsaisontests von drei auf insgesamt vier Tage verlängert. Das WMSC hat zudem die erste Ausgabe des technischen Reglements für 2027 ratifiziert. Dieses wird als umfassendes Paket aus „strukturellen, sprachlichen und gezielten technischen Aktualisierungen“ beschrieben, das darauf abzielt, Klarheit, Konsistenz und Durchsetzbarkeit zu verbessern und gleichzeitig wichtige Erkenntnisse aus der Saison 2026 zu integrieren.
Der Rat verabschiedete zudem vorgeschlagene Änderungen an der Motorleistung ab 2027, da sich die Formel 1 von der 50:50-Aufteilung zwischen Verbrennungsmotor und Batterie entfernt. Bis 2028 wird dieses Verhältnis 60:40 betragen. Die Aktualisierungen umfassen die Leistung des Verbrennungsmotors, den Kraftstoff-Energiefluss, den Einsatz des Energierückgewinnungssystems sowie eine größere Flexibilität beim Energiemanagement.
Zusätzliche Maßnahmen wurden bezüglich der Antriebseinheiten-Versorgung, des Managements der Erkundungsrunden, der Renndistanzen auf ausgewählten Strecken sowie finanzieller regulatorischer Änderungen im Zusammenhang mit dem technischen und sportlichen Paket für 2027/28 vereinbart.
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem erklärte: „Die FIA überwacht weiterhin die Entwicklung des Reglements für 2026 und arbeitet eng mit allen wichtigen Interessengruppen der Motorsport-Community zusammen.“
Er fügte hinzu, dass die regulatorische Entwicklung nicht ende, sobald die Autos auf der Strecke seien. Er betonte die Notwendigkeit, Innovation, Nachhaltigkeit, Leistung und die Attraktivität für die Fans in Einklang zu bringen, während die Diskussionen über zukünftige Antriebskonzepte – einschließlich V8-Motoren mit nachhaltigen Kraftstoffen – fortgesetzt werden.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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