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Die Formel 1 hat ihre Position als kommerziell stärkste Motorsportserie der Welt zementiert: Liberty Media präsentierte rekordverdächtige Finanzergebnisse für 2025. Die Erlöse stiegen um 14 Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar – ein weiterer Meilenstein in der bemerkenswerten Transformation, die begann, als der US-Medienkonzern die F1 im Jahr 2017 übernahm. Dieser Erfolg ist mehr als eine Statistik: Er steht für einen grundlegenden Wandel darin, wie der Sport weltweit Publikum erreicht – insbesondere jüngere Zielgruppen, die die Formel 1 über Netflix’ Drive to Survive für sich entdeckt haben.
Die finanzielle Performance der F1 reicht weit über die Schlagzeilen zum Umsatz hinaus. Das operative Ergebnis stieg um 28 Prozent auf 632 Millionen US-Dollar, während das bereinigte OIBDA um 20 Prozent auf 946 Millionen US-Dollar zulegte – ein Beleg für außergewöhnliche operative Effizienz. Diese Entwicklung ist deshalb relevant, weil sie zeigt, wie Liberty die breite Popularität in nachhaltig profitables Wachstum übersetzt.
Auch die Umsatzstruktur erzählt eine überzeugende Geschichte. Die primären Formel-1-Erlöse von 3,09 Milliarden US-Dollar setzten sich aus Rennveranstaltergebühren (26,7 %), Medienrechteerlösen (31,3 %) und Sponsoring (21,7 %) zusammen. Auffällig: Sponsoring machte erstmals seit der Übernahme durch Liberty wieder mehr als 20 Prozent der primären Erlöse aus – getragen von wegweisenden Deals wie der Zehn-Jahres-Vereinbarung mit der LVMH Group sowie Partnerschaften mit Nestlé, Santander und PepsiCo.
Der finanzielle Erfolg der F1 ist untrennbar mit der wachsenden Fanbasis verbunden. Die Zuschauerzahlen an den Strecken erreichten 6,75 Millionen – ein Plus von 4 Prozent gegenüber 2024 –, während die Live-Zuschauerzahlen um 21 Prozent stiegen. Das bestätigt Libertys strategische Investitionen in einen erweiterten Rennkalender und bessere Broadcast-Erlebnisse. Die Medienrechteerlöse profitierten zudem vom F1-Film, der weltweit an den Kinokassen über 550 Millionen US-Dollar einspielte, auch wenn Libertys direkter Umsatzanteil nur einen Teil dieser Summe ausmachte.
Libertys Ambitionen im Jahr 2025 reichten über die Formel 1 hinaus. Die Übernahme der MotoGP erwies sich als erfolgreich: Die Serie erzielte 573 Millionen US-Dollar Umsatz, und das operative Ergebnis wuchs um 86 Prozent auf 54 Millionen US-Dollar. Auch wenn die MotoGP kommerziell noch nicht an die Dimensionen der F1 heranreicht, zeigen die Kennzahlen, dass Liberty seine operative Expertise über mehrere Motorsport-Assets skalieren kann.
Derek Chang, President & CEO von Liberty Media, brachte die Vision des Unternehmens auf den Punkt: „2025 war ein außergewöhnliches und produktives Jahr für Liberty. Wir haben unsere zentralen strategischen Ziele erreicht – die Wachstumskurve der Formel 1 weiter gestärkt, die MotoGP-Übernahme abgeschlossen und unsere Struktur nach dem Liberty-Live-Spin-off im vergangenen Dezember gestrafft.“
Die anhaltende Dynamik deutet darauf hin, dass Libertys Transformation der Formel 1 von einem Nischen-Motorsport zu einem globalen Entertainment-Phänomen noch längst nicht am Ende ist.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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