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Die Formel 1 hat ihre kommerzielle Partnerschaft mit Disney bis zum Ende der Saison 2028 verlängert. Neu hinzu kommt Pixars Cars-Franchise – damit entwickelt sich die Zusammenarbeit immer weiter weg von einem klassischen Sponsoring.
Die Vereinbarung baut auf dem 2025 gestarteten Programm „Fuel the Magic“ mit Disneys Figuren rund um Mickey und seine Freunde auf. Seitdem wurde die Partnerschaft durch Aktivierungen an Rennwochenenden, Merchandise-Kollektionen, digitale Inhalte und Fan-Erlebnisse bei Grands Prix auf der ganzen Welt ausgebaut.
In der jüngsten Phase hält nun das Cars-Universum Einzug in das kommerzielle Ökosystem der F1. Disney hat bestätigt, dass Lightning McQueen in einem völlig neuen Look in Monza auftreten wird. Wie das Design aussieht, ist allerdings noch nicht bekannt. Auch die Details dazu, wie McQueen und die übrigen Cars-Figuren eingebunden werden, bleiben vorerst offen. Merchandise dürfte jedoch ein zentraler Bestandteil der erweiterten Vereinbarung werden.

Der Schritt zeigt, dass die F1 weiterhin versucht, Zielgruppen jenseits ihrer traditionellen Sportfans zu erreichen. Bei der ersten Bekanntgabe der Partnerschaft präsentierte F1-Handelschefin Emily Prazer Disneys Anziehungskraft als Möglichkeit, die Reichweite der Rennserie zu vergrößern. Die F1 verwies außerdem auf eine hohe Interaktion von Kindern und unter 25-Jährigen in ihren sozialen Netzwerken.
Diese Zielsetzung ist in den vergangenen 18 Monaten immer sichtbarer geworden. Die Zusammenarbeit umfasste Auftritte an der Strecke, Aktionen in Innenstädten, streng limitierte Produkte und eine über die gesamte Saison laufende digitale Comicserie, die gemeinsam mit Webtoon produziert wurde. Bei Grands Prix in Las Vegas, Shanghai und Silverstone fanden zudem Sonderveranstaltungen statt. So entstanden Berührungspunkte, die über das eigentliche Rennen hinausreichen.
Die Verlängerung verdeutlicht den Wert, den beide Seiten offenbar in der Verbindung von Geschichten, Konsumprodukten und Live-Erlebnissen sehen. Disney und die F1 beschrieben die Partnerschaft Anfang dieses Jahres als Möglichkeit, diese Elemente mit der weltweiten Fangemeinde der F1 von mehr als 800 Millionen Menschen zu verknüpfen. Die Strategie ist Teil einer größeren Motorsport- und Entertainment-Landschaft, zu der auch der globale Streaming-Deal von Formel E, Disney+ und ESPN+ gehört.
Pixars Animationsreihe ist zwar stärker in einer von NASCAR geprägten Rennsportkultur verwurzelt als in der Formel 1. Dennoch zählt Cars zu den erfolgreichsten Unterhaltungsmarken mit Motorsportbezug. Nach zwei Jahrzehnten mit Filmen, Merchandise und Angeboten in den Disney Parks passt die Reihe offensichtlich zu den wachsenden Entertainment-Ambitionen der F1.
Disney schätzte den weltweiten Merchandise-Umsatz in den fünf Jahren nach dem Kinostart des ersten Films 2006 auf zehn Milliarden US-Dollar. Insgesamt soll das Franchise im Laufe seines Bestehens 21,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben, davon rund 19,1 Milliarden US-Dollar mit Merchandise. Während die F1 weiter in den Mainstream sowie in Lifestyle-Märkte vordringt, könnte Lightning McQueen zu einer ihrer bislang deutlichsten Verbindungen zwischen Motorsport und Unterhaltung werden.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.