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Gleich mehrere Piloten der FIA-Formel-2-Meisterschaft wurden nach dem Qualifying am Freitag in Monza mit Startplatzstrafen von je drei Plätzen belegt. Die Sanktionen gelten sowohl für das Sprintrennen als auch für das Hauptrennen.
Gabriele Minì wurde dafür bestraft, dass er Cian Shields von AIX Racing zwischen den Kurven 9 und 11 behinderte. Nach Anhörung beider Piloten und ihrer Teamvertreter kamen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass Minì Shields unnötig blockiert und damit gegen Artikel 31.6 des sportlichen Reglements der FIA Formel 2 verstoßen hatte.
Auch Mari Boya kassierte eine Drei-Plätze-Strafe, weil er unnötig langsam gefahren war. Die Rennkommissare stellten fest, dass der PREMA-Racing-Pilot am Ausgang von Kurve 10 beim Aufwärmen der Reifen massiv verlangsamt hatte. Dabei fiel er ohne triftigen sportlichen oder sicherheitsrelevanten Grund auf ein extrem niedriges Tempo zurück.
Laut der Urteilsbegründung trug Boyas Fahrweise dazu bei, dass sich eine Fahrzeugschlange mit sehr geringer Geschwindigkeit bildete, was in der Anfahrt auf Kurve 11 zu Zwischenfällen mit mehreren Autos führte. Die Strafe greift für beide Rennen in Monza. Diese jüngsten Entscheidungen bringen zusätzliche Würze in ein Wochenende, das ohnehin im Zeichen eines hart umkämpften Formel-2-Titelkampfs in Monza steht.
Dino Beganovic (DAMS Lucas Oil), Noel León (Campos Racing), Sebastián Montoya (PREMA Racing) und Kush Maini (ART Grand Prix) erhielten ebenfalls jeweils eine Grid-Strafe von drei Plätzen für ihre Verwicklung in den Zwischenfall bei der Anfahrt auf Kurve 11 gegen Ende des Qualifyings.
Nach Sichtung der verfügbaren Daten und Gesprächen mit allen vier Piloten sowie deren Vertretern urteilten die Stewards, dass das Quartett die Event Notes des Renndirektors (Punkt 18) bezüglich der Verhaltensregeln in Training und Qualifying missachtet hatte.
Die Vorgaben verlangen von Fahrern, die sich nicht auf einer schnellen Runde befinden, alles daran zu setzen, die Ideallinie freizuhalten. Zudem untersagen sie es Fahrzeugen, im Training oder Qualifying nebeneinander zu verweilen. Die Rennkommissare stellten fest, dass sich die vier Piloten auf Aufwärmrunden befanden, zwischen den Kurven 10 und 11 langsam in der Bahnmitte fuhren und dabei Seite an Seite mit einem anderen Fahrzeug blieben, das sich nicht auf der Ideallinie befand.
Beganovic, León, Montoya und Maini müssen ihre Drei-Plätze-Strafen somit ebenfalls in beiden Läufen in Monza absitzen.
Nikola Tsolov von Campos Racing komplettierte die Liste der Bestraften. Ihm wurde eine Rückversetzung um drei Startplätze auferlegt, weil er in unmittelbarer Nähe von Montoyas Wagen mit der Startnummer 11 unberechenbar Schlangenlinien fuhr.
Die Stewards schlossen nach Prüfung der Videoaufnahmen sowie der Anhörung beider Fahrer und eines Teamvertreters, dass Tsolov seine Reifen mit erratischen Lenkbewegungen auf der Ideallinie aufgewärmt hatte, während er weit unter Renntempo unterwegs war. Montoya war zu einem Ausweichmanöver gezwungen und musste die Strecke verlassen, was die Strafe für beide Monza-Rennen nach sich zog.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.