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Antonio Giovinazzi hat am Freitag das erste Freie Training für das Lone Star Le Mans der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2026 angeführt. Bei brütender Hitze in Austin sicherte er den Italienern eine souveräne Doppelführung in der Hypercar-Klasse.
Am Steuer des Werks-Ferrari 499P mit der Startnummer 51 setzte Giovinazzi in 1:53,824 Minuten die schnellste Runde der Session. Damit war er 0,205 Sekunden schneller als Antonio Fuoco im Schwesterauto mit der Startnummer 50 und bescherte dem Hersteller aus Maranello einen perfekten Auftakt.
Die Temperaturen kletterten bereits während des FP1 auf knapp 30 °C – ähnlich heiße Bedingungen werden für das gesamte Rennwochenende vorhergesagt. Mehrere Piloten hatten bereits am Donnerstag angedeutet, dass diese Hitze Doppelstints zu einer enormen Belastungsprobe machen dürfte. Hinzu kommt ein reduziertes Energiekontingent, das die Stint-Längen im sechs-stündigen Rennen am Sonntag verkürzen könnte. Dies dürfte einen zusätzlichen Boxenstopp erzwingen und für noch mehr strategische Spannung sorgen. Den gesamten Kontext zum Wochenende beleuchtet auch Lone Star Le Mans: WEC-Titelkampf in Austin neu entfacht.
Jules Gounon steuerte die Alpine A424 mit der Startnummer 36 auf den dritten Rang, knapp vier Zehntelsekunden hinter der Richtzeit von Giovinazzi und 0,098 Sekunden vor dem Toyota mit der Startnummer 8. Die zweite Alpine (#35) folgte dicht dahinter, knapp vor Nyck de Vries im Toyota #7.
De Vries löste nach einem Ausritt ins Kiesbett eine kurze Full-Course-Yellow-Phase aus, doch Toyota brachte dennoch beide Fahrzeuge unter die besten Sechs. Der Jota-Cadillac mit der Startnummer 38 war als Siebter das schnellere der beiden Cadillac-Modelle (+0,6 Sekunden), gefolgt vom Aston Martin mit der Startnummer 009 und dem Genesis #19. Der Genesis zählte dabei zu den wenigen Fahrzeugen, die ihre schnellste Zeit auf der harten Reifenmischung fuhren.
Der Peugeot mit der Startnummer 94 schob sich kurz vor Trainingsende noch in die Top 10 und verdrängte den AF-Corse-Ferrari mit der Startnummer 83, der mit 0,949 Sekunden Rückstand auf einem Mischsatz aus Medium- und Hard-Reifen Elfter wurde. Die beiden BMW-Hypercars belegten mit über einer Sekunde Rückstand die Plätze 15 und 17 – unterschiedliche Benzinmengen, Reifenstrategien und Abstimmungsprogramme machen direkte Vergleiche zum jetzigen Zeitpunkt jedoch verfrüht.
In der LMGT3-Klasse setzte Tom Fleming für Garage 59 im McLaren mit der Startnummer 58 die Bestzeit in 2:06,016 Minuten. Maxime Martin pilotierte den Iron-Lynx-Mercedes (#61) mit 0,277 Sekunden Rückstand auf Platz zwei, während der McLaren mit der Startnummer 10 die Top 3 komplettierte.
Dahinter folgten der AF-Corse-Ferrari (#21) und der Aston Martin von The Heart of Racing (#23) auf den Rängen vier und fünf. Der Ferrari musste nach wiederholten Track-Limits-Verstößen allerdings eine fünfminütige Stop-and-Go-Strafe an der Box absitzen. Das Feld lag extrem eng beieinander: Die ersten zehn LMGT3-Autos trennten lediglich 1,4 Sekunden. Manthey-Porsche und WRT-BMW verpassten den Sprung unter die besten Zehn.
Das 2. Freie Training beginnt um 16:00 Uhr Ortszeit (23:00 Uhr MESZ).

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.