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Nach einem aufregenden Wochenende in Miami reist die FIA Formel-2-Meisterschaft in den Norden für ein weiteres Event, das es so noch nie gegeben hat – diesmal auf dem legendären Circuit Gilles Villeneuve in Montreal, Kanada. Wieder einmal kommen Teams und Fahrer an einen Ort, an dem sie in dieser Meisterschaft noch nie gefahren sind. Wenn die Action in Miami ein Indikator war, verspricht die 3. Runde der Saison 2026 ein absolutes Muss zu werden.

Da die Zeit auf der Strecke auf einem völlig neuen Kurs kostbar ist, wird jede Session an Bedeutung gewinnen. Das freie Training beginnt am Freitag um 10:05 Uhr Ortszeit und bietet den Fahrern die erste und einzige Gelegenheit, das Layout kennenzulernen, bevor der Druck deutlich zunimmt.
Das Qualifying folgt am selben Nachmittag, wobei die Boxengasse um 14:00 Uhr in Montreal öffnet – eine Session, die angesichts der begrenzten Fahrzeit im Vorfeld von besonderer Bedeutung sein wird.
Am Samstag findet das Sprintrennen statt, das für 14:10 Uhr Ortszeit angesetzt ist, bevor das Hauptrennen am Sonntag um 12:05 Uhr die Runde abschließt und die Art von anhaltender, unvorhersehbarer Action verspricht, die diese junge Saison bereits geprägt hat.

Der Circuit Gilles Villeneuve erstreckt sich über 4,361 Kilometer, verfügt über vier DRS-Zonen und wurde auf einer künstlichen Insel erbaut – ein Layout, das so unverwechselbar ist wie kaum ein anderes im Kalender. Der Austragungsort ist in Formel-1-Kreisen vielleicht am besten für die berüchtigte „Wall of Champions“ am Ausgang der letzten Kurve bekannt, die über die Jahrzehnte unzählige große Namen gefordert hat.
Weitere Informationen darüber, was Sie an diesem Wochenende auf dem Circuit Gilles Villeneuve erwartet – einschließlich Überholzonen, Schlüsselkurven und Wetterbedingungen – finden Sie in unserem vollständigen Leitfaden zum Großen Preis von Kanada 2026.

Alexander Dunne von Rodin Motorsport, einer von vier Fahrern, die neben Nikola Tsolov, Rafael Câmara und Laurens van Hoepen bei jedem der ersten beiden Rennwochenenden auf dem Podium standen, gab eine ehrliche Einschätzung der bevorstehenden Herausforderung ab.
„Es sieht nach einer ziemlich coolen Strecke aus, sehr holprig und technisch – das Auto in das richtige Fenster zu bekommen, wird bei der begrenzten Fahrzeit sehr wichtig sein. Ich denke, Kurve 10 könnte ein guter Ort zum Überholen sein; es gibt eine neue DRS-Zone kurz davor, die für dieses Jahr hinzugefügt wurde, was die Dinge interessanter machen sollte.“
„Die allgemeine Bodenwelligkeit und die nötige Nutzung der Randsteine werden knifflig. F2-Autos sind sehr steif, daher sind sie nicht immer am besten für solche Dinge geeignet. Kanada ist ein neuer Austragungsort für uns, daher freue ich mich auf die Herausforderung, eine neue Strecke zu meistern.“
Der Technische Direktor der FIA Formel 2, Pierre-Alain Michot, hob sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen hervor, die Montreal bietet.
„Der Circuit Gilles Villeneuve ist eine weitere neue Herausforderung für jedes Team und jeden Fahrer und hat in anderen Kategorien historisch gesehen für unterhaltsames Racing gesorgt. Die vier DRS-Geraden bieten zahlreiche Überholmöglichkeiten, wobei die Bremszone in die letzte Schikane theoretisch der beste Ort für ein Überholmanöver ist. Montreal hat ein flüssiges Layout im ersten und zweiten Sektor, bevor die lange Passage von Kurve 11 bis Kurve 13 folgt, wo die Fahrer vor der härtesten Bremszone der Runde stehen.“

Pirelli hat für die Runde in Montreal die Soft- und Supersoft-Mischungen bereitgestellt – die beiden weichsten Optionen im Sortiment. Dies spiegelt die Anforderungen des sogenannten „Stop-and-Go“-Layouts am Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms wider, das eine hohe Bremsstabilität und effiziente Traktion erfordert.
Für das Hauptrennen am Sonntag sollte der theoretisch schnellste Ansatz auf einer Soft-Supersoft-Kombination basieren. Die Strategie auf einem Stadtkurs verläuft jedoch selten reibungslos, und eine der bedeutendsten Variablen in Montreal ist die Wahrscheinlichkeit von Neutralisationen.
Ein rechtzeitiges Safety-Car könnte entscheidend sein – sowohl für Fahrer, die sich entscheiden, auf dem Soft-Reifen zu starten und auf eine Chance zu warten, den Stint zu verlängern, als auch für diejenigen, die von Beginn an auf den Supersoft setzen, in Erwartung eines frühen Eingreifens. Graining, ein gut dokumentiertes Phänomen in Montreal, und die Möglichkeit von nassem Wetter – ein regelmäßiges Merkmal kanadischer Rennwochenenden – fügen einer ohnehin schon unvorhersehbaren Gleichung weitere Ebenen strategischer Komplexität hinzu.

Für einen tieferen Einblick, wie Pirelli dieses Wochenende auch für das F1-Feld angeht, bietet unsere Pirelli-Vorschau für das Sprint-Wochenende in Montreal wertvolle zusätzliche Informationen zum Reifenverhalten und zur Mischungsauswahl an diesem Austragungsort.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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