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Formel-E-Geschäftsführer Jeff Dodds hat ein Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in der Saison 2027 kategorisch ausgeschlossen. Zuvor hatte es Gespräche zwischen der Meisterschaft, ihren Teams und der spanischen Rennstrecke gegeben.
Das deutsche Fachportal e-formel.de hatte berichtet, dass Barcelona im April kommenden Jahres zum Kalender stoßen könnte. Die Meldungen folgten auf Gespräche zwischen der Formel E und der Rennstrecke sowie auf Beratungen mit den Teams über eine mögliche Aufnahme des Events. Obwohl die Reaktionen offenbar positiv ausfielen, wird der Plan nicht rechtzeitig zum Start der ersten Saison der Gen4-Ära umgesetzt werden.
Bei einem Gespräch mit ausgewählten Medienvertretern sagte Dodds: „Wir haben Gespräche mit Barcelona geführt. Ich glaube, ich kann kategorisch sagen – und vielleicht werde ich hier überrascht, die Wahrscheinlichkeit liegt bei einem Prozent –, dass Barcelona in der kommenden Saison nicht in den Kalender aufgenommen wird.“
Er ergänzte, der Kalender für 2027 sei praktisch festgelegt. Lediglich eine kleine Terminänderung beim Monaco E-Prix wurde angekündigt, nachdem die Rennstrecke darum gebeten hatte. Die Formel E hatte den Monaco E-Prix 2027 wegen einer Kollision mit der WEC verlegt. Das zeigt, wie eng der Kalender bereits geplant ist.
Barcelona fehlt damit zwar in den Plänen für das kommende Jahr, doch Dodds stellte klar, dass dies keine grundsätzliche Absage an die Strecke darstellt. Die Formel E hält den Austragungsort für attraktiv und schließt eine Aufnahme ab 2028, der zweiten Gen4-Saison, nicht aus.
„Barcelona wird im kommenden Jahr nicht im Kalender stehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Strecke danach nicht Teil des Kalenders sein kann“, sagte Dodds. „Ob das zusätzlich zu Madrid geschieht oder im Wechsel mit Madrid – wer weiß? Aber wir sind von der Möglichkeit begeistert, denn wir glauben, dass der Austragungsort eine interessante Ergänzung wäre.“
Die entscheidende Kalenderfrage lautet daher nicht, welchen Wert die Formel E in Barcelona sieht, sondern wie sich die Strecke neben Madrid einfügen ließe. Die Meisterschaft gastiert bereits in der spanischen Hauptstadt, wo das Debütrennen Anfang dieses Jahres als großer Erfolg beschrieben wurde. Jarama soll im kommenden Juni mit einem Double-Header zurückkehren.
Barcelonas Chancen werden zudem vom übrigen Motorsportkalender der Strecke beeinflusst. Im kommenden Jahr soll der Circuit de Barcelona-Catalunya keinen Formel-1-Grand-Prix ausrichten. Im Rahmen der bestehenden Rotationsvereinbarung sind F1-Rennen derzeit für 2028, 2030 und 2032 vorgesehen.
Vorerst ist Doddss Botschaft eindeutig: Barcelona bleibt eine Option für die Zukunft, doch Madrid ist weiterhin das etablierte spanische Engagement der Formel E. „Wir würden sehr ungern in absehbarer Zukunft nicht dort fahren“, sagte er.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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