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Die Formel E hat den Monaco E-Prix 2027 um zwei Wochen vorgezogen, um eine direkte Überschneidung mit der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC zu vermeiden. Das Doppelrennen findet nun am 1. und 2. Mai 2027 statt – eine Woche vor dem geplanten Gastspiel der Formel E in Berlin.
Monaco war ursprünglich als zehnte und elfte Runde der Saison 2026/27 für den 15. und 16. Mai angesetzt. Damit wäre das Rennen auf dasselbe Wochenende wie der WEC-Lauf in Spa-Francorchamps gefallen. Diese Überschneidung hätte für Fahrer, die in beiden Meisterschaften antreten, ein erhebliches logistisches Problem bedeutet – zumal Spa traditionell als wichtige Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans gilt.
Die neue Reihenfolge beseitigt den Konflikt zwischen Monaco und Spa, beschert Fahrern mit Einsätzen in mehreren Kategorien jedoch keinen einfachen Kalender. Durch die Vorverlegung Monacos auf das Wochenende vor Berlin stehen nun drei Rennwochenenden in Folge an: Monaco, Berlin und Spa.
Die Kalenderänderung sorgt zudem für einen klareren Übergang in die neue technische Ära der Formel E. Die Saison 2026/27 wird die erste des Championats mit Gen4-Fahrzeugen sein. Der Saisonauftakt ist für den 18. und 19. Dezember in Dschidda geplant – vorausgesetzt, die geopolitische Lage im Nahen Osten verbessert sich. Die Bedeutung dieses neuen Zeitalters zeigt sich auch auf dem Fahrermarkt, unter anderem durch Theo Pourchaires erwarteten Wechsel zu Opel für die Gen4-Ära der Formel E.
Die Formel E und die WEC teilen sich 2027 weiterhin ein Rennwochenende. Der für den 10. und 11. Juli angesetzte Shanghai E-Prix bleibt zeitgleich mit dem WEC-Lauf in São Paulo. Einige Fahrer, die in beiden Meisterschaften antreten, müssen sich deshalb weiterhin für eines der beiden Rennen entscheiden.
Diese ungelöste Überschneidung macht den geänderten Kalender zu einer gezielten Lösung und nicht zu einer vollständigen Trennung der beiden Rennserien. Monaco wird vor dem problematischsten Konflikt geschützt, doch der übrige Kalender verlangt von Fahrern und Teams mit Einsätzen in beiden Meisterschaften weiterhin eine sorgfältige Planung.
Die Formel E hat außerdem ihre Vereinbarung mit dem Automobile Club de Monaco verlängert und damit die Präsenz der Meisterschaft im Fürstentum bis mindestens 2031 gesichert.
Monaco hat sich zu einem der wichtigsten Rennen der Formel E entwickelt. Die Serie nutzt dort denselben Grand-Prix-Kurs wie die Formel 1. Alberto Longo, Mitgründer und Chief Championship Officer der Formel E, bezeichnete den Circuit de Monaco als unvergleichliche Bühne des Motorsports. Die Veranstaltung der nächsten Generation werde höhere Geschwindigkeiten, mehr Überholmanöver und intensives Rad-an-Rad-Racing bieten, erklärte Longo.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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