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Die Formel E steht nur noch etwas mehr als eine Woche vor der offiziellen PrĂ€sentation ihres Gen4-Fahrzeugs â und damit vor dem Beginn eines mutigen neuen Kapitels fĂŒr die vollelektrische Rennserie.
WĂ€hrend sich die Meisterschaft der Halbzeit ihrer letzten Saison unter dem aktuellen Gen3-Reglement nĂ€hert, richtet sich der Blick zunehmend auf das, was als NĂ€chstes kommt. Ab der kommenden Saison ĂŒbernimmt Gen4 die Hauptrolle â und aktuellen GerĂŒchten sowie Erwartungen zufolge ist das WettbewerbsdebĂŒt fĂŒr Dezember geplant.
Das Gen4-Auto wird am 21. und 22. April auf dem Circuit Paul Ricard enthĂŒllt. Eine ausgewĂ€hlte Gruppe geladener Medienvertreter wird die neue Rennmaschine dort erstmals aus nĂ€chster NĂ€he erleben. Die Veranstaltung ist strikt nicht öffentlich und ausschlieĂlich fĂŒr geladene GĂ€ste zugĂ€nglich.
Einen ersten Ausblick auf die Zukunft hat die Formel E bereits gegeben. Im vergangenen November veröffentlichte die Meisterschaft nach den Vorsaisontests in Valencia erste digitale Renderings und Videoclips des Gen4-Boliden. Seitdem lÀuft die Entwicklung auf Hochtouren.

Umfangreiche Testfahrten wurden von der FIA und Spark Racing Technology durchgefĂŒhrt. Der frĂŒhere Formel-1-Testfahrer James Rossiter, der in der Formel E auch als Teamchef von Maserati tĂ€tig war, spielt eine zentrale Rolle in diesem Programm.
Auch die Hersteller haben ihre Testprogramme bereits im vergangenen November aufgenommen. Im gesamten Fahrerlager laufen die Vorbereitungen auf Gen4 auf Hochtouren, wÀhrend sich Teams und Zulieferer auf einen tiefgreifenden Leistungssprung einstellen.
WĂ€hrend die kommenden Motorenregeln der Formel 1 â insbesondere im Hinblick auf den elektrischen Anteil â zunehmend in der Kritik stehen, will die Formel E demonstrieren, welches Potenzial in rein elektrischer Technologie steckt.
Das Gen4-Fahrzeug leistet beeindruckende 600 kW (ĂŒber 815 PS) im Qualifying- oder Hotlap-Modus, wĂ€hrend im Rennmodus 450 kW (ĂŒber 600 PS) zur VerfĂŒgung stehen.

Zum Einsatz kommen permanenter Allradantrieb sowie zwei unterschiedliche Abtriebs-Konfigurationen. Die Rundenzeiten sollen sich deutlich verbessern; leistungsmĂ€Ăig wird das Fahrzeug zwischen Formel 2 und Formel 1 eingeordnet.
Trotz gröĂerer Abmessungen und höherem Gewicht im Vergleich zum aktuellen Gen3 Evo â vor allem aufgrund einer gröĂeren Batterie â kann das Gen4-Auto Geschwindigkeiten von ĂŒber 200 mph (mehr als 320 km/h) erreichen.
Mit Gen4 beginnt zudem eine neue Reifenpartnerschaft mit Bridgestone, das kĂŒnftig Hankook als AusrĂŒster der Formel E ablöst. FĂŒr den japanischen Hersteller ist es die RĂŒckkehr in eine FIA-Formelserie â erstmals seit dem Ausstieg aus der Formel 1 Ende 2010.

FĂŒr die Formel E ist Gen4 mehr als nur eine Weiterentwicklung â es ist ein klares Signal.
Mit deutlich mehr Leistung, höheren Spitzengeschwindigkeiten, Allradantrieb und gröĂerer aerodynamischer FlexibilitĂ€t rĂŒckt die Meisterschaft nĂ€her an die Formel 1 heran als je zuvor.
Und vielleicht ĂŒbertrifft sie sie schon bald sogar.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist MitbegrĂŒnder von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugĂ€nglich, anschaulich und leicht verstĂ€ndlich macht.
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