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Franco Colapintos Management hat den Alpine-Piloten nach dem dramatischen Unfall von Oliver Bearman beim Großen Preis von Japan öffentlich in Schutz genommen – ein Vorfall, der in den sozialen Medien eine Welle der Kritik ausgelöst hat.
Colapinto war das andere direkt beteiligte Auto in der Abfolge, die zu Bearmans heftigem Einschlag führte. Als der Alpine sich der Spoon-Kurve näherte, wechselte er in den Energierückgewinnungsmodus, während Bearman hinter ihm Energie einsetzte. Die unterschiedlichen Energiestatus führten zu einer Annäherungsgeschwindigkeit von knapp 30mph, sodass dem Briten kaum Zeit zur Reaktion blieb.
Bearman war schließlich gezwungen auszuweichen, um eine Kollision mit dem Heck von Colapintos Wagen zu verhindern. Dabei schlug er seitlich in die Streckenbegrenzung ein und verzeichnete einen massiven 50G-Einschlag.
Glücklicherweise blieb Bearman schwerere Verletzungen erspart und zog sich lediglich eine Prellung am rechten Knie zu.
Obwohl Colapinto im Ablauf der Ereignisse als unschuldige Partei beschrieben wurde, sah er sich nach dem Unfall im Internet heftiger Kritik ausgesetzt. Sein Management-Team, BulletSportsManagement, reagierte direkt auf der Social-Media-Plattform X und wies die aus ihrer Sicht unfairen Vorwürfe zurück.
„Ein Rennen zum Vergessen. Franco hatte Pech mit dem Timing des Safety Cars, das seine Chancen auf Punkte zunichtegemacht hat“, hieß es in der Stellungnahme.
Der Beitrag ging auch ausdrücklich auf den Unfall ein:
„Wir können auch den Vorfall nicht ignorieren, der zu Ollie Bearmans Crash geführt hat – ein Vorfall, an dem Franco keine Schuld trifft.“
Laut Erklärung war der Zwischenfall „eine Folge der neuen Energiemanagement-Regeln, wie durch die offizielle Stellungnahme der FIA bestätigt wurde.“
Das Management ging noch weiter und sprach von einer überzogenen Gegenreaktion gegenüber seinem Fahrer.
„Trotzdem erhält Franco ungerechtfertigte Kritik und Hass. Lasst uns ihm die Unterstützung und den Zuspruch geben, die er verdient.“
In einer weiteren Mitteilung erklärte BulletSportsManagement, Colapinto sei sogar mit „Beschimpfungen“ konfrontiert worden, und rief die Fans dazu auf, den Fokus auf positive Unterstützung zu legen.
„Leute, keine Sorge. Franco ist in guten Händen und bekommt jede Unterstützung, die er braucht“, begann das Statement.
„Er ist stärker, als ihr denkt, und negative Kommentare oder Beleidigungen werden ihn nicht beeinflussen.“
Abschließend versicherte das Management, dass der Alpine-Fahrer von den richtigen Menschen umgeben sei.
„Verschwendet eure Energie nicht an die Hater. Nutzt sie lieber, um Franco zu unterstützen. Er ist von den richtigen Leuten umgeben, die dafür sorgen, dass er sich sicher und wohlfühlt – ihr könnt also ganz beruhigt sein.“
Der Vorfall verdeutlicht sowohl die feinen Unterschiede, die durch das Energiemanagement im modernen Motorsport entstehen, als auch die Intensität der Online-Reaktionen, die auf hochkarätige Zwischenfälle folgen können – selbst dann, wenn offiziell keine Schuld festgestellt wird.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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