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Lewis Hamilton hat bestätigt, dass Ferrari vom ADUO-System (Additional Upgrade and Development Opportunities) der FIA profitieren wird. Dieses System wurde eingeführt, um für Chancengleichheit unter den Formel-1-Antriebsherstellern zu sorgen.
Im Gespräch mit Sky Sports F1 nach seinem zweiten Platz für Ferrari beim Großen Preis von Monaco — hinter dem Rennsieger Kimi Antonelli im Mercedes — stellte Hamilton klar, dass die Hierarchie der Antriebseinheiten offiziell bewertet wurde und Ferrari in der Rangliste hinter Red Bull und Mercedes liegt.
„Ich glaube, die Nachricht kam gestern oder heute heraus, dass Red Bull den leistungsstärksten Motor hat, Mercedes an zweiter Stelle liegt und wir dahinter rangieren“, sagte Hamilton. „Jetzt haben wir also diese Token, um zu versuchen, die Entwicklung voranzutreiben und die Lücke zu schließen, aber das ist ein Projekt, das acht bis zehn Monate in Anspruch nimmt. Es ist also nichts, was wir einfach nächste Woche erledigen können.“
Der ADUO-Rahmen wurde geschaffen, um begrenzte Motorenentwicklungen in einer Formel zu ermöglichen, in der Leistungs-Upgrades ansonsten verboten sind. Gemäß den Regeln haben Hersteller, die innerhalb von 2 % des führenden Antriebsstrangs liegen, Anspruch auf ein Upgrade in den Jahren 2026 und 2027. Diejenigen, die als mehr als 2 % hinter dem Maßstab bewertet werden, erhalten zwei Upgrades pro Jahr.
Die FIA hat noch keine offizielle Ankündigung gemacht, welche Hersteller ADUO-Zuteilungen erhalten haben, obwohl Hamiltons Kommentare Ferraris Position in dieser Warteschlange effektiv bestätigen.
Diese Enthüllung verleiht Ferraris technischer Situation eine weitere Ebene der Komplexität, da die Leistung der Scuderia auf der Strecke an diesem Wochenende bereits genau unter die Lupe genommen wurde. Wie Hamilton selbst nach dem Qualifying in Monaco einräumte, fühlte sich Ferraris Auto zwischen dem Training und Q3 „drastisch anders“ an — ein Hinweis darauf, dass die Motorleistung auf den Geraden bei weitem nicht die einzige Sorge des Teams ist.
Während die ADUO-Token einen Weg bieten, die Lücke zu schließen, äußerte sich Hamilton offen über den damit verbundenen Zeitrahmen. Ein Entwicklungsfenster von acht bis zehn Monaten bedeutet, dass Barcelona — das nächste Rennen im Kalender — keine sofortige Erleichterung an der Antriebsfront bringen wird.
„Wir werden so hart wie möglich daran arbeiten, den Rückstand aufzuholen. Ich denke, für nächste Woche werden wir hoffentlich in der Lage sein, einige Komponenten am Auto zu ergänzen und zu versuchen, die Lücke zu [Mercedes] zu schließen, aber es wird dort schwierig werden“, fügte er hinzu und verwies auf die langen, anspruchsvollen Geraden des Circuit de Barcelona-Catalunya, auf denen Motorleistung besonders gefragt ist.
Für Ferrari ist die ADUO-Bestätigung sowohl ein Eingeständnis des aktuellen Rückstands als auch ein Signal, dass der Weg zurück zur Parität bei den Antriebseinheiten ein gemessener, methodischer Prozess sein wird — keine Lösung über Nacht.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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