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Lewis Hamilton setzte in Silverstone ein deutliches Ausrufezeichen und sicherte sich die Poleposition für den Sprint zum Großen Preis von Großbritannien der Formel 1. In einem nervenaufreibenden SQ3-Shootout verwies er seinen Mercedes-Nachfolger Kimi Antonelli mit einem Vorsprung von nur 0,011 Sekunden auf den zweiten Platz.
Der siebenfache Weltmeister fuhr auf weichen Reifen eine Zeit von 1:28,376 Minuten. Dies reichte aus, um Antonelli von der Spitze zu verdrängen, nachdem der Italiener kurzzeitig die schnellste Zeit innehatte. Für Hamilton ist es die erste Sprint-Pole seit dem Großen Preis von China im letzten Jahr – ein Ergebnis, das die extrem knappen Abstände an der Spitze des Feldes unterstreicht.
Antonellis Leistung reichte zwar für den zweiten Platz, doch Hamiltons fehlerfreier letzter Sektor gab den Ausschlag. Der Vorsprung war minimal, doch die Bedeutung war klar: Unter vollem Druck holte Hamilton auf einer einzigen Runde das entscheidende Quäntchen mehr heraus.

Max Verstappen kam nicht näher als drei Zehntelsekunden an Hamiltons Bestmarke heran, doch der Red-Bull-Pilot sicherte sich immerhin den dritten Startplatz vor Charles Leclerc. Leclerc startet damit von Rang vier, nachdem er in der Schlussphase des Segments noch knapp verdrängt wurde.
Für den weiteren Kontext in Silverstone: Hamilton hatte bereits im Training seine Stärke gezeigt, wie wir in unserem Bericht über Hamiltons Bestzeit im Freien Training in Silverstone bereits ausführlich dargelegt haben.
George Russell erlebte im zweiten Mercedes ein schwieriges SQ3. Er verlor im ersten Sektor von Silverstone zwei Zehntelsekunden und landete schließlich auf dem fünften Platz. Er konnte nicht mit der Spritzigkeit mithalten, die Hamilton und Antonelli in der entscheidenden Phase der Session zeigten.
Auch die erwarteten Leistungsgrenzen von McLaren wurden deutlich. Da ihr Auto im Vergleich zu Mercedes und Ferrari aerodynamisch weniger effizient ist, qualifizierten sich Lando Norris und Oscar Piastri lediglich für die Plätze sechs und sieben. Norris hatte zuvor bereits im SQ2 eine Schrecksekunde zu überstehen, als er sich nach dem Segment auf Medium-Reifen nur knapp als Zehnter durchsetzte.
Die Racing Bulls setzten ihre beeindruckende Form fort und brachten beide Fahrzeuge in das finale Sprint-Qualifying-Segment. Liam Lawson und Arvid Lindblad komplettierten die Top 10, während Isack Hadjar im zweiten Red Bull den neunten Platz belegte.
Hinter den SQ3-Teilnehmern zeigte Alpine nach dem schwierigen Wochenende in Österreich zwar leichte Verbesserungen, doch Pierre Gasly verpasste als Elfter dennoch den Einzug in die nächste Runde. Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg folgten für Audi, während Franco Colapinto im zweiten Alpine auf Rang 14 landete.
Williams schaffte es mit beiden Autos aus dem SQ1, allerdings nur hauchdünn. Carlos Sainz schlug Oliver Bearman um 0,010 Sekunden im Kampf um den letzten Transferplatz, womit beide Haas-Piloten sowie die Fahrer von Cadillac und Aston Martin ausschieden.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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