Wird geladen

Red Bull hat offiziell bestätigt, dass Isack Hadjar seinen dritten Formel-1-Grand-Prix in Folge verpassen wird. Der Franzose laboriert weiterhin an einer Handgelenksverletzung und fällt somit auch für den Großen Preis von Spanien an diesem Wochenende in Madrid aus.
Liam Lawson wird erneut im RB22 an der Seite von Max Verstappen Platz nehmen, während Yuki Tsunoda einen weiteren Einsatz für die Racing Bulls bestreitet. Wie Red Bull mitteilte, sei diese Entscheidung getroffen worden, da Hadjars Genesung zwar positiv verlaufe, er für eine Rückkehr ins Cockpit jedoch noch nicht fit genug sei.
„Er ist zwar noch nicht bereit für ein Comeback im Cockpit, wird das Team aber vor Ort in Madrid unterstützen“, teilte Red Bull am Montagabend mit.
Hadjar hatte sich am Ende der Sommerpause beim Boxen – einem festen Bestandteil seines gewohnten Trainingsprogramms – eine Fraktur am Handgelenk zugezogen. Die Verletzung zwang ihn bereits zur Absage des Großen Preises der Niederlande im August. Red Bull reagierte prompt und beförderte Lawson ins Hauptteam neben Verstappen, während Ersatzpilot Tsunoda ein F1-Comeback im Nachwuchsteam ermöglicht wurde.
Dieselbe Fahrerbesetzung kam auch am vergangenen Wochenende beim Großen Preis von Italien in Monza zum Einsatz, da Red Bull mit Blick auf Hadjars Heilungsverlauf kein unnötiges Risiko eingehen wollte. Mit der jüngsten Entscheidung setzt sich diese Kontinuität nun auch in Madrid fort.
Der Zeitplan für das Rennen in Madrid gestaltete ein Comeback für Hadjar von vornherein schwierig. Als zweiter Teil eines Double-Headers unmittelbar nach Monza und auf dem völlig neuen Madring-Kurs stufte bereits Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies eine Rückkehr als „knifflig“ ein. Nun herrscht Gewissheit: Hadjar muss auch beim dritten Rennen hintereinander zuschauen.
Lawsons erneuter Einsatz bei Red Bull verläuft bislang spürbar ruhiger als sein kurzes, auf zwei Rennen begrenztes Gastspiel zu Beginn des Jahres 2025. Der Neuseeländer sicherte sich in Zandvoort den siebten Platz, wenngleich ihn eine Grid-Strafe wegen eines Motorenwechsels in Monza daran hinderte, erneut in die Punkteränge vorzufahren.
Tsunoda sammelte unterdessen in Italien seinen ersten Saisonpunkt mit Platz zehn. Dieses Ergebnis steht allerdings noch unter dem Vorbehalt eines möglichen FIA-Berufungsverfahrens seitens Audi, das sich gegen die Straffreiheit des Japaners nach einer zusätzlichen Einführungsrunde richtet. Die jüngste Mitteilung zu Hadjars Gesundheitszustand bedeutet somit, dass sowohl Lawson als auch Tsunoda ihre Vertretungsrollen in Madrid fortführen.
Weitere Hintergründe zur Vorgeschichte vor Red Bulls Bestätigung finden Sie in unserem vorigen Bericht: Hadjars fragliches Madrid-Comeback.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.