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Ugo Ugochukwu verwandelte ein von Rückschlägen geprägtes Rennwochenende in Monza in ein wertvolles Ergebnis für die Meisterschaft: Nach einer furiosen Aufholjagd kämpfte er sich vom Ende des Feldes bis auf Rang acht im Hauptrennen nach vorne.
Das Wochenende des Campos-Racing-Piloten hatte denkbar ungünstig begonnen. Ein Zwischenfall im Freien Training brachte ihm eine Startplatzstrafe von fünf Plätzen für beide Rennen ein, ehe Startplatz zehn im Zeittraining der Gruppe A bedeutete, dass er das Rennen ganz von hinten in Angriff nehmen musste. Nachdem er im Sprintrennen nicht über Rang 13 hinausgekommen war, zeigte er im Hauptrennen eine ungleich stärkere Reaktion.
Ugochukwu erwischte einen vielversprechenden Start, ehe eine leichte Berührung am Heck durch seinen Teamkollegen Théophile Naël sein Auto in einen Dreher zwang. Erneut ans Ende des Feldes zurückgeworfen, ließ sich der 19-Jährige das Rennen jedoch nicht entgleiten. Eine Reihe sehenswerter Überholmanöver trug ihn zurück in die Punkteränge und krönte eine der bemerkenswertesten Aufholjagden des Wochenendes.
Seine Leistung knüpfte an das turbulente Geschehen an, bei dem Nicola Lacorte im F3-Hauptrennen siegte und sich der Titelkampf zuspitzte. Ugochukwus achter Platz stellte sicher, dass die Entscheidung in der Meisterschaft weiterhin völlig offen bleibt.
„Ich fühle mich nach heute ziemlich gut“, bilanzierte Ugochukwu. „Man hat gesehen, wie knifflig das Wochenende war, daher sind diese vier Punkte für uns im Kampf um die Meisterschaft extrem wichtig.“
Die Kollision mit Naël bezeichnete Ugochukwu als unglücklich – vor allem, weil die beiden Campos-Fahrer eigentlich vorgehabt hatten, im Windschatten zusammenzuarbeiten und gemeinsam durch das Feld nach vorn zu fahren. Dennoch zog er ein positives Fazit aus der Aufholjagd.
„Ich bin froh, dass ich nicht aufgegeben habe, denn wie gesagt: Diese vier Punkte waren enorm wichtig“, erklärte er. „Ehrlich gesagt hat das Rennen richtig Spaß gemacht. Ich konnte mich gut durchkämpfen und einige starke Manöver zeigen.“
Ein Manöver hob der US-Amerikaner besonders hervor: Dank einer Kette von Windschattenduellen auf der Start-Ziel-Geraden habe er vor der Anbremszone von Kurve 1 gleich vier oder fünf Autos auf einmal überholt.
„Das war genial“, so Ugochukwu weiter. „Ich finde, die Rennen in Monza sind immer fantastisch. Es geht einfach darum, das Auto optimal zu positionieren, um das Maximum herauszuholen.“
Mit 17 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Freddie Slater reist Ugochukwu nun zum Saisonfinale nach Madrid. Dass Slater von der Pole-Position mit technischen Problemen vorzeitig ausschied, spielte dem Campos-Piloten in Monza in die Karten. Doch Ugochukwu ist sich bewusst, dass es beim Showdown auf mehr ankommt, als nur auf günstige Umstände zu hoffen.
„In Madrid müssen wir unser eigenes Glück erzwingen und ganz vorne mitmischen“, betonte er. Bestärkt durch positive Erkenntnisse aus den Testfahrten während der Saison und eine starke Rennpace sieht er eine saubere Vorstellung am Freitag sowie im Zeittraining als Schlüssel zum Erfolg.
„Das Qualifying wird dort entscheidend sein, und ich bin mir sicher, dass es ein packender Kampf um die Meisterschaft wird“, ergänzte Ugochukwu kämpferisch.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.