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Jack Doohan kehrt 2026 in den aktiven Rennsport zurück: Nielsen Racing hat bestätigt, dass der Australier in der European Le Mans Series antreten wird – ein bedeutendes neues Kapitel neben seiner Rolle als Formel-1-Reservefahrer bei Haas.
Die Formel-1-Karriere des 23-Jährigen geriet in der vergangenen Saison abrupt ins Stocken, als Alpine ihn nach nur sechs Rennen freistellte und stattdessen Franco Colapinto ins Cockpit setzte. Das frühe Aus warf Fragen auf, ob der FIA-F3-Vizechampion von 2021 seine Einsitzer-Ambitionen wiederbeleben kann.
Nun als Reservefahrer bei Haas im aktuellen Jahr tätig, hat sich Doohan eine wichtige Möglichkeit gesichert, weiterhin Rennerfahrung auf der Strecke zu sammeln. Sein Fokus verlagert sich in den Langstreckensport: In der ELMS-Saison 2026 wird er den ORECA 07 Gibson LMP2 mit der Startnummer 24 von Nielsen pilotieren.
Er bildet eine komplett neue Fahrerpaarung mit Roy Nissany und Edward Pearson. Nissany bringt Erfahrung aus Formel-1-Testfahrten mit und gab sein ELMS-Debüt im vergangenen Jahr mit Duqueine, während auch Pearson aus dem Formelsport in den Prototypensport wechselt.
Für Doohan bedeutet der Schritt eine klare Abkehr von den offenen Einsitzern, die seine bisherige Karriere geprägt haben. Doch der Australier begrüßt die Veränderung.
„Ich freue mich riesig, wieder Rennen zu fahren – bis zu meinem letzten Einsatz wird es dann fast zwölf Monate her sein“, sagte Doohan. „Großartig, das mit Nielsen Racing zu tun und diesen Wechsel in den Sportwagenbereich zu vollziehen.“
Doohan räumte ein, dass seine Vorbereitungszeit im ORECA bislang begrenzt war, zeigte sich jedoch trotz der grundlegenden Unterschiede zur Formel 1 positiv gestimmt.
Ein geplanter Wechsel in die japanische Super Formula scheiterte nach enttäuschenden Testresultaten, was das Engagement bei Nielsen umso wichtiger macht, um im Wettbewerbsrhythmus zu bleiben. Die ELMS-Saison bringt nicht nur wertvolle Rennkilometer, sondern hält Doohan auch im Blickfeld potenzieller Formel-1-Interessenten.
Er betonte die deutlichen Unterschiede zwischen Prototypen und Einsitzern:
„Das Erste ist natürlich das Dach über dem Kopf und die eingeschränkte Sicht, aber es ist eine spannende Abwechslung im Fahrstil. Durch mehrere Stints mit verschiedenen Fahrern spielt zudem die Gesamtstrategie eine viel größere Rolle“, erklärte er.
„Insgesamt wird mir das enorm helfen und eine riesige Erfahrung für meinen weiteren Karriereweg sein.“
Mit Doohans Bestätigung sind vor dem Saisonauftakt am 12. April in Barcelona nur noch wenige LMP2-Cockpits zu vergeben. Der Zeitpunkt lässt kaum Vorbereitungszeit bis zum ersten Renneinsatz, was eine schnelle Eingewöhnung umso wichtiger macht.
Allerdings dürfte die Erfahrung von Nielsen Racing in dieser Kategorie Doohans Umstellung unterstützen, während er parallel seinen Verpflichtungen bei Haas nachkommt.
Für einen Fahrer, der nach einem schwierigen Kapitel in der Formel 1 neuen Schwung aufnehmen will, bietet die ELMS-Saison 2026 sowohl einen Neustart als auch eine Plattform – eine, die entscheidend für die nächste Phase seiner Karriere sein könnte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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