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Jessica Hawkins, Botschafterin des Aston-Martin-Formel-1-Teams, ist überzeugt, dass Frauen über die nötige körperliche Stärke für die Formel 1 verfügen. Zugleich sagt sie, dass sich die Nachwuchskategorien weiterentwickeln müssen, damit Fahrerinnen und Fahrer beim Aufstieg vergleichbare Chancen haben.
Im Podcast Road to Success blickte Hawkins auf ihren Test des Aston Martin AMR21 in Ungarn im Jahr 2023 zurück. Die Erfahrung überzeugte sie davon, dass die körperlichen Anforderungen eines Formel-1-Autos nicht als geschlechtsspezifisches Hindernis betrachtet werden sollten.
„Ich bin absolut davon überzeugt, dass Frauen stark genug für die Formel 1 sind“, sagte Hawkins. „Ich hätte die komplette Renndistanz fahren können, wenn mein Nacken nicht gewesen wäre.“
Damit wollte sie nicht sagen, dass ein Formel-1-Auto körperlich wenig anspruchsvoll ist. Vielmehr machte Hawkins die Ermüdung im Nacken als entscheidendes Problem während ihres Tests aus. Sie beschrieb sie als typische Herausforderung, wenn man ohne aktuelle Vorbereitung in einen Einsitzer mit viel Abtrieb steigt. Ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei um eine allgemeine Schwierigkeit – und nicht um eine Einschränkung, die speziell Frauen betrifft.
Diese Einschätzung untermauert auch Hawkins’ grundsätzliche Überzeugung, dass eine Frau in den kommenden Jahren den Sprung ins Formel-1-Starterfeld schaffen könnte. In unserem früheren Bericht über ihre Prognose eines weiblichen F1-Debüts in „wenigen Jahren“ wurde diese Sichtweise bereits ausführlicher beleuchtet.

Hawkins machte allerdings auf ein mögliches Hindernis in den unteren Formelserien aufmerksam. Anders als Formel-1-Autos verfügen die Fahrzeuge der Formel 2 und Formel 3 nicht über eine Servolenkung. Dadurch lassen sie sich deutlich schwerer lenken.
Auf die Frage, ob die körperlichen Anforderungen dieser Kategorien angepasst werden sollten, um Fahrerinnen zu unterstützen, antwortete Hawkins: „Vielleicht. Ja. Denn ich glaube, dass die Formel 2 in verschiedenen Bereichen viel körperlicher ist als die Formel 1. Vielleicht ist sie für den Nacken weniger anstrengend, dafür aber in anderen Bereichen körperlich fordernder.“
Diese Unterscheidung ist entscheidend. Hawkins fordert keine niedrigeren Maßstäbe auf der höchsten Ebene. Sie stellt vielmehr infrage, ob der Weg in die Formel 1 eine zusätzliche körperliche Hürde darstellt, bevor Fahrerinnen und Fahrer überhaupt die Möglichkeit bekommen, ihr volles Potenzial zu zeigen. Die Formel 2 könne in anderen Bereichen anspruchsvoller sein als die Formel 1, so Hawkins – trotz der höheren Abtriebskräfte in der Königsklasse.
Hawkins wies außerdem die Vorstellung zurück, dass die für harte Bremsmanöver in der Formel 1 erforderliche Beinkraft Frauen vom Wettbewerb abhalten könnte. Im Vergleich zwischen ihrem Aston-Martin-Test und ihren Erfahrungen im GT-Sport sagte sie: „Ich hatte mit der Bremse im Formel-1-Auto überhaupt keine Probleme. Auch der Bremsdruck war kein Problem.“
Tatsächlich ergänzte Hawkins, dass es für sie schwieriger sei, in den GT-Fahrzeugen, die sie derzeit fährt, den nötigen Bremsdruck aufzubringen als im Formel-1-Auto. Ihre Aussage ist daher präzise: Die Herausforderung liegt in Vorbereitung und Zugang – nicht in einem grundsätzlichen Mangel an Kraft.
Ciara stammt aus Dublin und ist eine preisgekrönte Filmproduzentin, Podcasterin und Autorin mit 20 Jahren Erfahrung im Bereich Storytelling. Als lebenslange Fan des Leinster- und irischen Rugby-Teams wandte sie sich nach ihrem Umzug nach Berlin und der Mitbegründung von Formula Live Pulse dem Motorsport zu. Jetzt wendet sie ihr Produzentenhirn auf die Formel 1 an und navigiert durch die Höhen von Oscar Piastris Aufstieg und den einzigartigen Stress, ein adoptierter Ferrari-Fan zu sein. Sie liebt es, über die Formel 1 zu reden und zu reden, wenn man ihr die Gelegenheit dazu gibt!
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