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Das Qualifying in Monaco enttäuscht nie, und die Ausgabe 2026 bot Spannung, Drama und ein echtes Ausrufezeichen des neuesten Superstars der Formel 1. Auf den unerbittlichen Straßen von Monte-Carlo, wo Vertrauen und Einsatz mehr zählen als reine Geschwindigkeit, legte Kimi Antonelli eine Runde hin, die noch Jahre später in Erinnerung bleiben wird, und sicherte sich eine sensationelle Pole-Position beim Großen Preis von Monaco.
Antonelli kam nach vier Siegen in Folge als der Mann, den es zu schlagen galt, nach Monaco. Doch ob er diese Form auch auf dem engsten Stadtkurs im Kalender bestätigen konnte, war keineswegs garantiert. In einem atemberaubenden Q3-Finale bewahrte der Mercedes-Pilot die Ruhe, während um ihn herum das Chaos ausbrach. Max Verstappen sicherte sich kurzzeitig die vorläufige Pole mit absoluten Bestzeiten in den Sektoren, doch Antonelli konterte mit drei persönlichen Bestzeiten und entriss ihm die Pole um gerade einmal 0,043 Sekunden.

Entscheidend war, dass Antonelli keine perfekte, fehlerfreie Runde brauchte. Stattdessen lieferte er eine saubere, kontrollierte Fahrt ab, als es darauf ankam, und bewies eine Reife, die weit über sein Alter hinausgeht. Monaco belohnt Präzision mehr als Aggressivität, und der Teenager fand genau die richtige Balance.
Verstappen musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, doch der Red-Bull-Pilot wirkte während der gesamten Session wie ein ernsthafter Anwärter. Der Abstand war minimal, und die erste Startreihe verspricht für Sonntag einen faszinierenden Kampf auf einer Strecke, auf der die Position auf der Strecke alles ist.

Ferrari sicherte sich die zweite Startreihe, wobei Lewis Hamilton sich mit 0,072 Sekunden Vorsprung vor Charles Leclerc behauptete. Für Hamilton bedeutet der dritte Platz eine starke Erholung nach einem etwas holprigen Q2. Für Leclerc war es erneut ein Herzschmerz bei seinem Heimrennen.
Leclercs Qualifying war eine Achterbahnfahrt. Ferrari entschied sich in Q3 für eine frühe Strategie mit einer Sicherheitsrunde, was den Monegassen bei seinen letzten Versuchen dem Verkehr aussetzte. Nachdem er eine Runde wegen Staus abbrechen musste, setzte Leclerc bei seinem nächsten Versuch alles auf eine Karte – und berührte die Mauer.

Der resultierende Aufprall beendete seine Session und ließ ihn auf dem vierten Platz zurück, ohne die Chance, ernsthaft um die Pole zu kämpfen. Es war ein herber Schlag für einen Fahrer, der das ganze Wochenende über das Tempo für die erste Reihe gezeigt und Q1 souverän angeführt hatte.
Isack Hadjar setzte seine beeindruckende Rookie-Saison mit einem hervorragenden fünften Platz für Red Bull Racing fort, deutlich vor George Russell. Für Russell war der sechste Platz Schadensbegrenzung an einem Wochenende, an dem er Schwierigkeiten hatte, Vertrauen in den Mercedes zu finden.
McLaren hatte sich mehr erhofft, doch die Plätze sieben und acht für Oscar Piastri und Lando Norris bestätigten die Erwartungen von Zak Brown, dass die Pole wohl außer Reichweite lag. Beide Fahrer waren schnell, konnten aber in Monaco nicht das letzte Quäntchen herausholen.
Pierre Gasly unterstrich erneut seine Qualitäten im Qualifying, indem er den Alpine auf den neunten Platz fuhr, während Liam Lawson eine starke Session für Racing Bulls mit dem zehnten Platz krönte. Beide Fahrer maximierten ihre begrenzten Reifenressourcen und teilten ihre Runden perfekt ein.
Das Qualifying begann sofort mit Drama, als Gabriel Bortoleto an der Nouvelle-Schikane crashte, seine Vorderradaufhängung beschädigte und eine rote Flagge auslöste. Der Vorfall wirbelte die Strategien durcheinander und zwang mehrere Fahrer dazu, um den Einzug in die nächste Runde zu kämpfen.

Die größten Opfer waren beide Aston Martins, das Cadillac-Duo und Fernando Alonso, die alle in Q1 ausschieden. Auch Haas erlebte eine schwierige Session und verlor beide Autos früh.
Audi hatte im Training stark ausgesehen, doch kein Auto erreichte Q3. Nico Hülkenberg und Franco Colapinto schieden zusammen mit beiden Williams-Piloten und Arvid Lindblad aus, was verdeutlicht, wie eng der Kampf im Mittelfeld in Monaco geworden ist.
Mit Antonelli und Verstappen in der ersten Reihe und Ferrari direkt dahinter wird das Rennen am Sonntag eher ein strategisches Schachspiel als ein Überholspektakel. Die Position auf der Strecke, das Timing der Boxenstopps und das Vermeiden von Fehlern werden entscheidend sein.
Antonelli hat bereits bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann – nun folgt der ultimative Test: die Pole-Position in Monaco in einen Sieg zu verwandeln. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Analyse zum Monaco-GP 2026.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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