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Williams-Formel-1-Ersatzfahrer Luke Browning blieb bei einem erschreckenden Unfall mit 300 km/h unverletzt – ausgerechnet in Suzukas berüchtigter 130R-Kurve während eines Super-Formula-Tests in Japan. Der Beinahe-GAU des Briten unterstreicht, wie entscheidend moderne Sicherheitstechnologie im Motorsport ist, während er weiter an seinem Weg zu einem festen F1-Cockpit arbeitet.
Das Video von Luke Brownings Crash auf X gibt es hier.
SF鈴鹿テストでルーク・ブラウニングがショッキングなクラッシュ
— Motorsport.com日本版 (@MotorsportJP) February 25, 2026
130Rでスピンし、バリアの向こう側までマシンが飛んでいってしまいましたが、ブラウニングはマシンを降りて歩いている姿が確認されています#SFormula pic.twitter.com/gEW8du3UqP
Der Unfall passierte bei tückischen Regenbedingungen, als Browning den berühmten Linksknick vor der letzten Schikane ansteuerte. Der 24-Jährige verlor auf der rutschigen Strecke die Haftung und rutschte aquaplanend in die Tecpro-Barriere, woraufhin sein Dallara-Toyota anschließend sogar komplett über die Mauer hinweg katapultiert wurde. Das Auto kam hinter der Barriere auf dem Grünstreifen auf dem Dach zum Liegen – ein wirklich katastrophaler Einschlag, der ohne ausreichende Schutzmaßnahmen tödlich hätte enden können.
Bemerkenswerterweise stieg Browning aus dem Wrack aus eigener Kraft aus. Gegenüber den Medien schrieb er dem HANS-System zu, ihm womöglich das Genick gerettet zu haben, und sagte: „Zum Glück bin ich im Heu gelandet und nicht in die Barrieren eingeschlagen, also alles gut. Das HANS-System ist fantastisch – ich denke, es hat meinen Nacken gerettet.“
Seine ruhige Art spiegelte einen pragmatischen Umgang mit dem Vorfall wider. „Es war ein bisschen ein unglücklicher Crash. Ich bin einfach aquaplaned und dann war ich nur noch Passagier“, erklärte Browning. „Im Nachhinein wäre es besser gewesen, an die Box zu kommen, als der Regen stärker wurde. Das sind Lektionen, die man lernt.“
Ironischerweise hatte Browning in der ersten Session überzeugt und am Nachmittag die fünftschnellste Runde gesetzt, bevor es zum Unfall kam. Der F2-Rennsieger – der seine Rookie-Saison in der Formel 2 als Vierter beendete und in Monza einen Sieg holte – testete im Rahmen seiner Vorbereitung auf eine komplette Super-Formula-Saison mit Realize Kondo Racing.
Brownings Super-Formula-Saison ist ein entscheidender Entwicklungsschritt auf dem Weg zu einem festen F1-Stammplatz. Als Ersatzfahrer von Williams an der Seite von Alex Albon und Carlos Sainz nutzt er die Saison 2026, um in einer japanischen Topserie sein Rennhandwerk weiter zu schärfen. Die strukturierte Förderung der Academy über Formel 3 und Formel 2 hat ihn auf dieses Niveau vorbereitet – doch Super Formula stellt eine ganz eigene, besonders anspruchsvolle Herausforderung dar.
Trotz des schockierenden Rückschlags ist Brownings Entschlossenheit ungebrochen. Seine Gelassenheit in der Ausnahmesituation zeigt die mentale Stärke, die an der Spitze des Motorsports nötig ist – und deutet darauf hin, dass der junge Brite die Widerstandskraft besitzt, um seine F1-Ambitionen am Ende zu verwirklichen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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