Wird geladen

Mahindra Racing hat sein Gen4-Paket endlich auf die Strecke gebracht und damit nach einer zweimonatigen Verzögerung ein komprimiertes Vorbereitungsprogramm für die Formel-E-Saison 2026/27 gestartet.
Der indische Hersteller absolvierte Mitte Juli den ersten Funktionstest des bislang namenlosen Nachfolgers des M12 Electro. Seitdem war das Auto nahezu jede Woche im Einsatz. Der erste vollständige Test fand am 4. August statt.
Die ersten Fahrten verteilten sich auf die Flugplätze Elvington und Abingdon. In Abingdon fanden außerdem die beiden bislang absolvierten vollständigen Tests statt. Mahindras Ersatzfahrer Jake Hughes, der zuvor für Maserati und McLaren gefahren ist, spulte den Großteil der Kilometer ab.
Auch Edoardo Mortara fuhr in der vergangenen Woche kurz mit dem neuen Auto, um zusätzliches Feedback zu liefern. Weder Mortara noch sein Teamkollege Nyck de Vries wurden für die Saison 2026/27 bestätigt. Damit stellt sich neben den allgemeinen Gen4-Vorbereitungen auch die Frage nach Mahindras Fahreraufstellung.
Ursprünglich wollte Mahindra im Mai mit den Tests beginnen, nachdem der Vorstand des Unternehmens das Programm im November vergangenen Jahres genehmigt hatte. Die Vorarbeiten hatten bereits vor dieser Genehmigung begonnen. Trotzdem lag das Ziel im Mai schon mehrere Monate hinter den Rivalen zurück, die bereits im November 2025 mit dem Testen von Hybridpaketen aus Gen3- und Gen4-Komponenten begonnen hatten.
Probleme in der Lieferkette und Entscheidungen zum „Risikomanagement des Programms“, wie Mahindra sie bezeichnete, führten zu weiteren Verzögerungen. Der erste Einsatz auf der Strecke verschob sich dadurch auf Mitte Juli.
In einer Stellungnahme gegenüber Motorsport räumte das in Banbury ansässige Team ein, dass der späte Start den „Druck in einigen Bereichen erhöht“ habe. Mahindra betonte jedoch, dass die Verzögerung weder den grundsätzlichen Entwicklungszeitplan noch das Ziel für das Auftaktrennen verändert habe.
„Das bedeutet lediglich, dass wir aus jedem Test den größtmöglichen Nutzen und Erkenntnisgewinn ziehen müssen“, hieß es weiter. „Das Programm bleibt – wie bei einer derart umfassend neuen Fahrzeuggeneration zu erwarten – anspruchsvoll, schreitet aber mit voller Geschwindigkeit voran.“
In den kommenden Monaten sind weitere Testfahrten geplant. Anschließend treffen sich alle Hersteller vom 16. bis 20. November in Jarama zum ersten offiziellen Vorsaisontest. Die Saison 2026/27, in der das neue 800 PS starke Formel-E-Auto eingeführt wird, soll am 18. und 19. Dezember in Dschidda beginnen – vorbehaltlich der aktuellen Lage im Nahen Osten. Die Bedeutung dieses Übergangs zeigt sich auch beim London E-Prix, dem Saisonfinale und dem Gen3-Titelkampf, der die aktuelle Ära abschließt.
Mahindra geht mit Rückenwind in die neue Generation. Nachdem das Team in den ersten beiden Gen3-Saisons jeweils den zehnten Platz der Meisterschaft belegt hatte, liegt es 2025/26 zwei Rennen vor Schluss auf Rang vier. Mortara holte vier Polepositions, während de Vries Mahindra nach einer fast fünfjährigen Durststrecke in Monaco und Tokio zurück in die Siegerstraße führte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...