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Die Managementstruktur von Oscar Piastri ist zu einem neuen Gesprächsthema im Formel-1-Fahrerlager geworden. Der Journalist Jack Martens behauptet, dass Mark Webber mittlerweile im McLaren-Motorhome unerwünscht sei.
Der Wandel wurde erstmals während der Testfahrten deutlich, als das Team um Piastri seine Aufstellung anpasste. Webber, der lange Zeit eng mit dem Karrieremanagement des Australiers verbunden war, wechselte in eine eher geschäftsorientierte Rolle, während der ehemalige F2-Ingenieur Pedro Matos hinzugezogen wurde, um Piastri an den Rennwochenenden zu unterstützen.
Piastri erklärte die Veränderung als Teil seiner eigenen Entwicklung als Formel-1-Fahrer. Nachdem er am vergangenen Wochenende beim Großen Preis von Barcelona-Catalunya seinen 75. Grand-Prix-Start absolvierte, deutete er an, dass er nicht mehr so stark auf Webbers Präsenz an der Strecke angewiesen sei, da er nun über mehr Erfahrung in der Meisterschaft verfüge.
Martens deutete im „Paddock Access“-Podcast an, dass die Umstrukturierung auf eine angespannte Zeit zwischen Webber und dem McLaren-Management folgen könnte. Seinen Angaben zufolge hingen die Spannungen mit kontroversen Teamentscheidungen zusammen, die im vergangenen Jahr gegen Piastri getroffen wurden.
Piastri hat stets betont, dass McLaren ihn fair behandelt habe. Martens behauptete jedoch, dass Webber die Situation anders sah und in Streitigkeiten mit hochrangigen Teammitgliedern verwickelt war.
„Ich glaube, er darf nicht mehr in die McLaren-Hospitality. McLaren will ihn an der Strecke nicht mehr in der Nähe von Oscar Piastri haben“, sagte Martens.
Diese Vermutung verleiht dem ohnehin schon intensiven Wettbewerbsumfeld bei McLaren eine weitere Ebene, insbesondere da Piastris Profil weiter steigt. Mehr über die jüngsten Kontroversen rund um Piastri erfahren Sie in unserem Bericht über seine Reaktion auf die FIA-Entscheidung in Monaco: Piastri „fassungslos“ über undurchsichtige FIA-Entscheidung zu Gaslys Monaco-Podium.
Martens behauptete zudem, dass Webber Gespräche mit Red Bull, seinem ehemaligen Team, über eine mögliche Nachfolge von Max Verstappen durch Piastri geführt habe. Er stellte die Diskussionen nicht als Interesse an einem zweiten Cockpit neben Verstappen dar, sondern als mögliche Option, falls Verstappen das Team verlassen sollte.
„Ganz oben auf der Liste [bei Red Bull] steht der Name Oscar Piastri“, sagte Martens. „Sie haben bereits miteinander gesprochen.“
Die Behauptung kommt inmitten von Spekulationen auf, dass eine leistungsbezogene Ausstiegsklausel in diesem Sommer relevant werden könnte, da Verstappen über seine Zukunft nachdenkt. F1 Oversteer hat McLaren um eine Stellungnahme gebeten.
Für Piastri stellt sich die umfassendere Frage nicht mehr nur, ob er Webber an der Strecke bei McLaren braucht. Es geht vielmehr darum, ob seine sich wandelnde Managementstruktur ihn nun in den Mittelpunkt einer der politisch sensibelsten Geschichten auf dem Fahrermarkt des Fahrerlagers rückt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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