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Max Verstappen steht offenbar davor, eine der prägendsten Persönlichkeiten seiner Formel-1-Karriere zu verlieren: Renningenieur Gianpiero Lambiase soll Berichten zufolge 2028 von Red Bull zu McLaren wechseln.
Der von Erik van Haren vom De Telegraaf gemeldete Schritt würde das Ende einer der intensivsten und erfolgreichsten Fahrer-Ingenieur-Partnerschaften der Formel 1 markieren – einer Zusammenarbeit, die Verstappens Aufstieg und Dominanz bei Red Bull entscheidend geprägt hat.

Verstappen und Lambiase arbeiten seit der Beförderung des Niederländers von Toro Rosso zu Red Bull im Jahr 2016 zusammen. In dieser Zeit gewann das Duo vier Weltmeistertitel und entwickelte eine Dynamik, die zugleich konfrontativ und äußerst effektiv ist.
Ihre Funkgespräche offenbarten immer wieder deutliche Meinungsverschiedenheiten und spürbare Spannungen. Doch hinter der Reibung steckt gegenseitiges Vertrauen und das gemeinsame Streben nach maximaler Performance.
Rückblickend auf seine erste Titel-Saison 2021 beschrieb Verstappen die Grundlage ihres Erfolgs so:
„GP und ich arbeiten jetzt seit ein paar Jahren zusammen. Wir haben eine sehr gute und ehrliche Beziehung, denke ich.
Er versteht genau, was ich vom Auto brauche, und auch, wie ich ihm Feedback gebe. Natürlich gibt es Momente, in denen wir nicht einer Meinung sind. Aber ich glaube, das ist auch wichtig, denn am Ende des Tages will man sich gegenseitig besser machen und das Auto schneller machen.

Es ist gut, diskutieren zu können und gemeinsam die beste Lösung zu finden. Wir sind auch sehr ehrlich zueinander – so wie ich es auch mit Helmut und Christian bin. Und ich glaube, genau das macht es so stark.“
Diese Ehrlichkeit – manchmal unverblümt, oft intensiv – wurde zu einem Grundpfeiler von Red Bulls Wettbewerbsfähigkeit. Eine Trennung würde für Verstappen sowohl emotional als auch sportlich einen tiefgreifenden Einschnitt bedeuten.

Seit Monaten wird über Lambiases Zukunft spekuliert. 2025 sollen Aston Martin und Williams um ihn geworben haben, nachdem Gerüchte aufgekommen waren, er könnte seine Rolle als Verstappens Renningenieur aufgeben. Für 2026 blieb er jedoch bei Red Bull und lehnte sogar ein Angebot ab, Adrian Newey als Teamchef bei Aston Martin zu ersetzen.
Nun scheint es jedoch zu einer überraschenden Kehrtwende gekommen zu sein. Lambiase soll 2028 zu McLaren wechseln; Gerüchten zufolge könnte er dort Andrea Stella als Teamchef ablösen. Stella wiederum wird mit einer Rückkehr zu Ferrari in Verbindung gebracht.
Damit dürfte die Saison 2027 das letzte Kapitel der Allianz zwischen Verstappen und Lambiase markieren.

Lambiases Abschied würde sich in eine Reihe hochkarätiger Abgänge bei Red Bull in den vergangenen zwei Jahren einfügen. Christian Horner, Adrian Newey, Helmut Marko und Jonathan Wheatley zählen zu den prominenten Namen, die das Team verlassen haben.
Bei McLaren würde Lambiase auf Rob Marshall und Will Courtenay treffen – ein weiteres Zeichen für die personellen Verschiebungen auf höchstem Niveau der Formel 1.
Für Verstappen ist der Verlust besonders persönlich. Er hat bereits angedeutet, dass es für ihn schwer vorstellbar wäre, nicht mehr mit Lambiase zusammenzuarbeiten. Umgekehrt erklärte auch der Ingenieur selbst, er wolle eigentlich mit keinem anderen Fahrer arbeiten. Ab 2028 werden sich ihre Wege jedoch trennen.

Der Zeitpunkt der Nachricht ist bemerkenswert. Verstappen hat sich bereits kritisch zu den Formel-1-Regularien für 2026 geäußert, und während Red Bull als krisengebeutelt beschrieben wird, nehmen die Spekulationen über seine langfristige Zukunft weiter zu.
Einige Fans glauben, Lambiases Abschied könnte Verstappen sogar zu einem Rücktritt bewegen. Andere halten es für möglich, dass der Brite langfristig versuchen könnte, seinen Fahrer zu McLaren zu lotsen.
Fest steht: Die Auflösung einer der engsten Arbeitsbeziehungen der Formel 1 markiert einen Wendepunkt. Für Verstappen ist der Verlust von Lambiase weit mehr als nur eine personelle Veränderung – es könnte das Ende jener Partnerschaft sein, die seine Titel-Ära bei Red Bull geprägt hat.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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