Max vs. 100: Verstappens Kart-Duell in Silverstone

Max Verstappen tauscht seinen Formel-1-Boliden gegen ein Kart und tritt bei einem eigens inszenierten Event in Silverstone gegen 100 Kontrahenten an. Der viermalige F1-Weltmeister startet ganz hinten im Feld, was das Event „Max vs. 100“ zu einer echten Aufholjagd macht: Binnen 30 Runden muss er sich durch das gesamte Fahrerfeld kämpfen, um den Sieg einzufahren.
Die Starterliste sorgt bereits für reichlich Aufsehen, und die 100 Kartfahrer, die gegen Verstappen antreten, stehen fest. Das Reglement ist jedoch so gestaltet, dass es auf weit mehr als nur puren Topspeed ankommt.
So funktioniert das Rennformat
Statt des klassischen Grand-Prix-Kurses kommt in Silverstone eine eigens entworfene Kart-Variante zum Einsatz. David Terrien hat die Strecke entworfen und fungiert zugleich als Rennleiter. Das Layout ist konsequent auf Überholmanöver ausgelegt – eine Grundvoraussetzung für Verstappen, der rechnerisch mehr als drei Kontrahenten pro Runde kassieren muss, um das Feld innerhalb der 30 Runden von hinten aufzurollen.

Die 100 Herausforderer ermitteln ihre Startplätze in einem Qualifying aus fünf Gruppen mit jeweils 20 Fahrern. Jeder Pilot hat genau eine fliegende Runde: Der Schnellste sichert sich die Pole-Position, während der langsamste Fahrer direkt vor Verstappen Aufstellung nimmt.
Ein klassisches Überqueren der Ziellinie gibt es für die Gegner nicht, sobald Verstappen an ihnen vorbeigezogen ist. Überholte Fahrer scheiden unmittelbar aus dem Rennen aus, wobei das Manöver erst dann als vollendet gilt, wenn Verstappens Kart komplett an dem des Rivalen vorbei ist.
Mindestgewicht und die „Fast Lap“
Auch das Gewicht wird streng reglementiert: Jeder Fahrer muss auf ein Mindestgewicht von 85 Kilogramm kommen, bei Bedarf wird das Kart mit Zusatzgewichten austariert. Wer darüber liegt, erhält keinen Ausgleich – eine Maßnahme, die der extremen Gewichtssensibilität im Kartsport Rechnung trägt.
Zudem steht jedem Teilnehmer eine einmalige sogenannte „Fast Lap“ zur Verfügung. Die 100 Herausforderer dürfen diesen Joker in der ersten Rennhälfte ziehen, während Verstappen seine schnelle Runde erst im zweiten Abschnitt einlösen darf. Dabei ist es erlaubt, eine Streckenpassage einmalig abzukürzen, um wertvolle Sekunden zu sparen.
Während des Rennens ist Verstappen darüber hinaus über Funk mit allen 100 Kontrahenten verbunden. Die Zuschauer können den verbalen Schlagabtausch zwischen dem Niederländer und dem Feld somit live während der Jagd mitverfolgen.
Teilnehmerfeld und Übertragung
Das Teilnehmerfeld setzt sich aus internationalen Content Creatorn, Influencern, Red-Bull-Athleten, TV-Gesichtern und Motorsportjournalisten zusammen. Als besonders harte Widersacher gelten Fahrer wie GoKartGod, Si Hyun Park, David Egan und Wirtual. Auch die Red-Bull-Sportler Billy Bolt, Pol Tarrés und Sarah Lezito greifen ins Lenkrad. Ob Sebastian Job antritt, ist bislang noch unbestätigt.
Das Spektakel wird live auf Disney+ übertragen. Die Vorberichterstattung startet um 18:00 Uhr MESZ (17:00 Uhr BST), der Rennstart ist für 19:00 Uhr MESZ (18:00 Uhr BST) angesetzt. Die Renndauer beträgt rund eine Stunde.
