Formel E: Maximilian Günther wechselt für GEN4-Ära zu Envision

Maximilian Günther wechselt für die Saison 2026/27 zum Formel-E-Team Paysafe Envision, nachdem er DS PENSKE verlassen hat. Damit schlagen sowohl der Fahrer als auch das Team ein neues Kapitel auf, während die Rennserie in ihre GEN4-Ära startet.
Die britische Mannschaft beginnt die Kampagne mit einem neuen Titelpartner sowie einer komplett neuen Fahrerpaarung. Vor diesem Hintergrund bringt Günther die Erfahrung aus acht Formel-E-Saisons und eine beeindruckende Erfolgsbilanz an der Spitze des Feldes mit: Insgesamt feierte er bereits sieben E-Prix-Siege.
Sein erster Triumph machte ihn seinerzeit zum jüngsten Rennsieger in der Geschichte der Formel E – ein Rekord, der erst kürzlich von Taylor Barnard unterboten wurde. Diese Erfolge geben dem Deutschen einen klaren Orientierungspunkt für sein Leistungsvermögen, nachdem er eine schwierige Saison 2025/26 hinter sich lassen möchte.
Günther beendete die Fahrerwertung mit 23 Punkten auf Rang 18, wobei sein bestes Einzelergebnis ein sechster Platz war. Der Wechsel zu Paysafe Envision bedeutet für ihn daher weit mehr als nur ein Teamwechsel: Es ist die Chance auf einen Neustart mit dem technisch fortschrittlichsten Rennwagen, den die Elektrorennserie je gesehen hat.
GEN4 verschiebt das Leistungslimit drastisch
Vom GEN4-Boliden wird ein gewaltiger Sprung bei der reinen Rennperformance erwartet. Das Fahrzeug erreicht Höchstgeschwindigkeiten von über 335 km/h, beschleunigt in rund 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und absolviert den Sprint von 0 auf 200 km/h in 4,4 Sekunden – 1,5 Sekunden schneller als sein Vorgängermodell.
Im Rennmodus leistet das GEN4-Auto 50 Prozent mehr Power als das aktuelle GEN3-Evo-Modell. Im Qualifying-Modus soll es durchschnittlich zehn Sekunden pro Runde schneller sein als die GEN3-Generation. Der ATTACK MODE gibt bis zu 600 kW Leistung frei – was einem Zuwachs von 71 Prozent gegenüber der Basisleistung des GEN3 Evo entspricht.
Zudem gilt der Bolide als der einzige Formelrennwagen mit permanentem Allradantrieb, was das gewaltige Ausmaß des technischen Umbruchs verdeutlicht, vor dem die Teams zu Beginn dieser neuen Ära stehen.
Günther erklärte, dass ihn das Umfeld, die Ambitionen, die Mentalität und das technische Paket mit Antriebspartner Jaguar von diesem Schritt überzeugt hätten. Er sei zuversichtlich, dass diese Partnerschaft alle nötigen Zutaten bereithalte, um ganz vorne mitzufahren.
Sylvain Filippi, Geschäftsführer und CTO von Paysafe Envision, hob insbesondere Günthers Qualifying-Stärke, Podestplätze und Rennsiege hervor. Das Team plant nun, die intensive Zusammenarbeit vor den offiziellen Saisonvorbereitungstests im November aufzunehmen. Mit Saison 13 warten zudem ein überarbeitetes sportliches Format und ein noch stärkerer Fokus auf puren Speed und Rennpace.
