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Mercedes hat bestätigt, dass George Russells spätes Problem im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn durch einen Verlust an Wasserdruck verursacht wurde. Das Team forderte ihn vorsichtshalber auf, nach seiner letzten Q3-Runde auf der Strecke anzuhalten.
Russell hatte den Defekt bereits unmittelbar nach dem Qualifying beschrieben. Es habe sich angefühlt wie „eine Wasserpistole, die auf die Reifen spritzt“. Das Problem beeinflusste die Reifentemperaturen während der entscheidenden Runde und ließ ihn auf Platz sieben der Startaufstellung zurückfallen – mehr als eine halbe Sekunde hinter Pole-Setter Lando Norris.
„Es hat eigentlich nichts wirklich beeinträchtigt, obwohl es ein Wasserleck gab. An den Reifentemperaturen haben wir gesehen, dass während meiner letzten Runde Wasser auf die Reifen gespritzt wurde. Deshalb war meine letzte Runde miserabel“, sagte Russell.
Der Mercedes-Fahrer räumte außerdem ein, dass das Team am gesamten Wochenende nicht das gewünschte Spitzentempo gezeigt hatte. Zwar wirkte das Auto seiner Einschätzung nach über die Renndistanz stärker, doch Mercedes hatte Schwierigkeiten, die Reifen im Qualifying ins richtige Arbeitsfenster zu bringen. Damit blieb die Frage offen, wie sich die Leistung auf einer einzelnen Runde und die Vorbereitung auf das Rennen zueinander verhalten.
Nach der Untersuchung des Autos entschied Mercedes, Russells Antriebseinheit für den Renntag zu ersetzen. Damit kommt er auf seine vierte Einheit der Saison, wobei das Team bestätigte, dass er weiterhin innerhalb seines Kontingents für 2026 bleibt.
Mercedes erklärte außerdem, dass keine Strafe verhängt wird, weil ein beschädigtes Bauteil durch eine Einheit derselben Spezifikation ersetzt wird. Damit behält Russell zunächst seine Qualifying-Position, bevor ihm eine separate Änderung der Startaufstellung zugutekommt.
Russell rückt beim Start um einen Platz vor, nachdem Teamkollege Kimi Antonelli wegen der Missachtung einer gelben Flagge während Q3 eine Rückversetzung um drei Plätze erhalten hatte. Die Strafe wird ausführlicher in Kimi Antonellis Startplatzstrafe für den Großen Preis von Ungarn behandelt.
Der Austausch der Antriebseinheit beseitigt ein unmittelbares Zuverlässigkeitsrisiko. Russells eigene Einschätzung machte jedoch deutlich, vor welcher größeren Herausforderung Mercedes steht. Das Renntempo des Autos gibt Anlass zur Hoffnung, doch die Qualifying-Leistung blieb durch die Reifenvorbereitung und das Wasserleck beeinträchtigt, das den letzten Versuch störte.
Der Start von Platz sechs statt von Platz sieben beschert Russell eine kleine Verbesserung. Das Potenzial im Rennen wird jedoch davon abhängen, ob die stärkere Leistung über längere Distanzen die Schwächen aufwiegen kann, die sich auf einer einzelnen Runde auf dem Hungaroring gezeigt haben.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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