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Mitch Evans kristallisierte sich als einer der herausragenden Akteure des Monaco-Double-Headers heraus. Nachdem er am Samstag einen zweiten Platz einfuhr, folgte am Sonntag ein vierter Platz, wodurch er seine Führung in der Gesamtwertung der Formel E Saison 12 weiter ausbauen konnte.
Der Neuseeländer hat nun einen Vorsprung von 19 Punkten auf Oliver Rowland von Nissan, gestützt durch eine beeindruckende Bilanz von fünf Podiumsplätzen in den ersten sieben Saisonrennen.
"Wir sind momentan in einem guten Lauf", sagte Evans. "Die Meisterschaftsführung zu übernehmen, ist ein großartiges Gefühl, auch wenn noch ein langer Weg vor uns liegt. Unsere allgemeine Pace war stark. Es gibt noch ein wenig Arbeit zu erledigen, aber insgesamt sind die 18 Punkte ein tolles Ergebnis für unsere Meisterschaft."
Das Rennen am Sonntag verlief nicht ohne Komplikationen. Evans setzte frühzeitig einen sechsminütigen ATTACK MODE ein, was ihm half, sich von Startplatz sieben nach vorne zu arbeiten, ihn jedoch in der Schlussphase strategisch verwundbar machte, da seine Konkurrenten über mehr Flexibilität verfügten. Trotz dieser Schwachstelle reichte sein vierter Platz aus, um sein Punktekonto maßgeblich aufzustocken.
Es war ein weiterer reifer Auftritt eines Fahrers, der ein überzeugendes Argument für den Titel liefert – was angesichts des persönlichen Kontextes seiner Saison umso bedeutender erscheint.

Nach fast einem Jahrzehnt gemeinsamer Arbeit werden Evans und Jaguar TCS Racing am Ende der Saison 12 getrennte Wege gehen. Damit endet eine der längsten und geschichtsträchtigsten Partnerschaften zwischen Fahrer und Team in der Formel E. Seit er sich dem britischen Hersteller vor dessen Einstieg in Saison 3 angeschlossen hat, war Evans maßgeblich an Jaguars Wandel vom Mittelfeld-Hoffnungsträger zum echten Titelanwärter beteiligt.
Doch trotz zahlreicher Rennsiege und mehrerer Meisterschaftskämpfe blieb ihm der Fahrertitel bisher verwehrt. Die letzte Saison verdeutlichte dieses frustrierende Muster vielleicht am besten: zwei Siege, aber eine unerbittliche Serie von Rückschlägen ließ ihn am Ende bei nur 78 Punkten stehen.
In diesem Jahr hat sich das Blatt komplett gewendet. Mit bereits 128 Meisterschaftspunkten auf dem Konto und sieben ausstehenden Rennen hat Evans seine gesamte Ausbeute der Saison 2024/25 bereits übertroffen. Es ist ein krasser Kontrast, der unterstreicht, wie viel besser in dieser Saison bei dem Jaguar-Piloten alles ineinandergreift.
Auch das Gesamtbild bei Jaguar ist äußerst interessant. Während Evans die Fahrerwertung anführt, hat sein Teamkollege António Félix da Costa eine Saison der extremen Höhen und Tiefen hinter sich – er wurde in sechs seiner zehn Rennen in Unfälle verwickelt, zeigte aber dennoch das Tempo, um jeden zu gefährden, wenn es der Rennverlauf zuließ.
Für Evans ist die Mission klar: Die letzten sieben Runden erfolgreich absolvieren und endlich den Titel holen, der ihm so lange verwehrt geblieben ist.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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