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Der Große Preis von Monaco wird in der Formel-1-Saison 2026 ein kleines, aber bemerkenswertes Stück Geschichte schreiben: Es ist das erste Rennen im Kalender, das über keinerlei Aktivierungszonen für den „Straight Mode“ verfügt.
Die offizielle Streckenkarte, die auf F1.com veröffentlicht wurde, bestätigt diesen Verzicht. Das Layout von Monte Carlo ist vollständig ohne die Aktivierungsbereiche dargestellt, die bisher in jedem anderen Rennen dieses Jahres ein fester Bestandteil waren.
Für die Saison 2026 wurden die F1-Autos mit einem neuen aktiven Aerodynamiksystem ausgestattet, bei dem sich sowohl der Front- als auch der Heckflügel automatisch öffnen, um den Luftwiderstand zu verringern. Das System wurde teilweise entwickelt, um die Eigenschaften der neuen Antriebseinheiten auszugleichen, die ihre Leistung zu gleichen Teilen – 50:50 – zwischen der elektrischen Batterie und dem Verbrennungsmotor aufteilen.

Wichtig ist, dass dies kein direkter Ersatz für DRS ist. Das alte Drag Reduction System erlaubte es einem nachfolgenden Auto, den Heckflügel zu öffnen, wenn es innerhalb einer Sekunde hinter einem Konkurrenten fuhr, was einen gezielten Überholvorteil bot. Die neue Architektur funktioniert anders und agiert eher als umfassendes Performance-Tool denn als reaktive, abstandsabhängige Hilfe.
In Monaco wird der „Straight Mode“ überhaupt nicht zum Einsatz kommen – eine Entscheidung, die den Charakter des Stadtkurses widerspiegelt, auf dem es praktisch keine längeren Hochgeschwindigkeitsabschnitte gibt. Damit weicht Monaco von seiner eigenen DRS-Geschichte ab: Früher war die Boxengerade der einzige Abschnitt, auf dem DRS eingesetzt wurde, während der Tunnel aus Sicherheitsgründen immer ausgeschlossen blieb.
Während der „Straight Mode“ fehlt, bleibt der „Overtake Mode“ für das Rennen in Monaco verfügbar. Der Erkennungspunkt befindet sich vor der legendären Rascasse-Kurve, wobei die Aktivierung am Kurvenausgang erlaubt ist und bis kurz vor die letzte Kurve, Anthony Noghes, beibehalten werden kann.
Es wird ein Wochenende, an dem in Monte Carlo jede Performance-Variable zählt – einschließlich, wie McLaren demonstrieren will, eines überarbeiteten Frontflügel-Pakets, das das Team nach seinem komplizierten Debüt in Kanada erneut einsetzen möchte.
Auf einer Strecke, auf der die Position auf der Bahn alles ist und Überholmöglichkeiten rar gesät sind, könnte der präzise Einsatz des „Overtake Mode“ rund um Rascasse und Anthony Noghes zu einem der entscheidenden taktischen Schlachtfelder des Rennens werden.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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