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Ein unglücklicher Defekt an der Ausrüstung hat Nico Hülkenberg Berichten zufolge eine beträchtliche finanzielle Prämie gekostet. Ein Problem beim Boxenstopp beim Großen Preis von China verhinderte eine Punkteplatzierung – und damit auch einen lukrativen Bonus.
Medienberichten zufolge verdient Hülkenberg bei Audi 5 Millionen Euro pro Saison. Sein Vertrag enthält jedoch auch eine attraktive leistungsabhängige Klausel, die ihm 50.000 Euro pro WM-Punkt in der Saison 2026 einbringt. Diese Bonusregelung machte aus einem eigentlich gewöhnlichen Rennrückschlag in Shanghai eine teure Angelegenheit.
Hülkenberg lag beim Großen Preis von China komfortabel auf dem achten Platz, als er am Ende von Runde 35 an die Box kam. Was ein routinemäßiger Stopp hätte sein sollen, entwickelte sich jedoch zu einer 16-sekündigen Verzögerung, verursacht durch einen Defekt an der Radmutterpistole hinten rechts.
Durch die Panne fiel er aus den punkteberechtigten Rängen zurück. Statt Rang acht – ein Ergebnis, das ihm im Rahmen seiner Bonusklausel eine stattliche Prämie eingebracht hätte – überquerte Hülkenberg die Ziellinie letztlich nur als Elfter.
Bei einer Vergütung von 50.000 Euro pro Punkt hätte Platz acht Berichten zufolge einen Bonus von 200.000 Euro bedeutet. Der technische Defekt hatte somit nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Konsequenzen.

Die Enttäuschung in China wog umso schwerer vor dem Hintergrund seines bisherigen Saisonverlaufs. Das Rennen war der erste Grand Prix, den Hülkenberg 2026 überhaupt bestreiten konnte, nachdem ihn ein technisches Problem am Saisonauftakt in Australien an einem Start gehindert hatte. Damals musste er das Geschehen von der Garage des in Hinwil ansässigen Teams aus verfolgen.
Auch in Japan lief es nicht besser: Dort kam Hülkenberg erneut als Elfter ins Ziel. Damit wartet er seit Einführung der neuen Motorenregeln weiterhin auf seine ersten Punkte.
Während Hülkenberg also noch auf Zählbares hofft, hat Audi zumindest bereits angeschrieben. Gabriel Bortoleto hat zwei Punkte eingefahren und dafür gesorgt, dass das Team in der Meisterschaft nicht mehr mit leeren Händen dasteht.
Für Hülkenberg bleibt der Rückschlag von Shanghai jedoch eine deutliche Erinnerung daran, wie schmal der Grat im Motorsport ist – nicht nur sportlich, sondern auch finanziell.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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