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Oliver Rowland geht mit der Überzeugung in die letzten beiden Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft 2025/26, dass er seinen Titel realistisch verteidigen kann. Der Nissan-Pilot liegt in der Gesamtwertung auf Rang vier – nur 14 Punkte hinter Spitzenreiter Jake Dennis. Am London-E-Prix-Wochenende sind noch maximal 58 Punkte zu vergeben.
Damit bleibt Rowland fest im Rennen um seinen zweiten Weltmeistertitel. Die Rechenspiele lassen allerdings kaum Raum für Fehler. Dennis führt die Gesamtwertung vor Jaguars Mitch Evans und Porsches Pascal Wehrlein an. Rowland muss also alle drei Rivalen übertreffen und in den beiden Rennen mindestens 15 Punkte auf Dennis gutmachen.
Die Größe der Herausforderung ist offensichtlich, ebenso aber die Chance. Dennis’ Position an der Spitze macht ihn zum Maßstab, während Evans und Wehrlein weiterhin große Hindernisse auf Rowlands Weg zu einem weiteren Titel darstellen. Auch Dennis’ eigene Titelambitionen verleihen dem ohnehin eng umkämpften Finale zusätzliche Spannung.
Im Gespräch mit Owen Bradley von DIVEBOMB wollte Rowland seine Chancen nicht künstlich begrenzen.
„Ich denke, alles ist möglich. 14 Punkte sind nicht viel – wenn man beide Rennen gewinnt, gewinnt man auch die Meisterschaft. Wir müssen uns einfach darauf konzentrieren, die Grundlagen richtig zu machen, gute Ergebnisse einzufahren und Ärger zu vermeiden. Dann sehen wir, was das Wochenende bringt. Man kann nie vorherbestimmen, was an solchen Rennwochenenden passiert.“
Das London-Finale ist nicht nur wegen des Titelkampfs von großer Bedeutung. Die beiden Rennen sind die letzten Veranstaltungen für die GEN3-Fahrzeuge der Formel E und zugleich die letzten im Londoner Hafengebiet. In der kommenden Saison zieht der London E-Prix nach Brands Hatch um.
Für Rowland besitzt der Austragungsort ohnehin eine besondere persönliche Bedeutung. In London gewann er das letzte Rennen der Saison 2023/24 vor heimischem Publikum und feierte beim London E-Prix der vergangenen Saison seinen Titelgewinn. Eine erfolgreiche Titelverteidigung würde dem Nissan-Piloten in der ExCeL Arena einen weiteren prägenden Moment bescheren.
Rowland räumte ein, dass an diesem Wochenende ein wichtiges Kapitel zu Ende geht, blickte aber zugleich auf die nächste Phase der Formel E voraus.
„In der Ferne passieren viele positive Dinge. Ich denke, GEN3, Allradantrieb und London waren eine gute Ära für die Formel E, aber vor uns liegen einige aufregende Entwicklungen. Ich werde das Ganze ein wenig vermissen, gleichzeitig gibt es aber auch viel, worauf man sich freuen kann.“
Das erste der beiden London-Rennen startet am Samstag, 15. August, um 15:05 Uhr Ortszeit. Für Rowland ist die Aufgabe klar: sauber arbeiten, viele Punkte holen und die Titelchance bis zur letzten Zielflagge am Leben halten.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.