Wird geladen

Oscar Piastri hat für den Großen Preis von Italien eine Startplatzstrafe von drei Plätzen kassiert. Die Rennkommissare sahen es als erwiesen an, dass der McLaren-Pilot Liam Lawson während des Qualifyings in Monza behindert hat.
Piastri hatte das Zeittraining ursprünglich auf dem dritten Rang beendet und sollte aus der zweiten Reihe hinter Pierre Gasly und George Russell ins Rennen gehen. Dieser Startplatz geriet jedoch ins Wanken, als der Australier wegen einer Szene aus Q2 mit Lawson zu den Sportkommissaren zitiert wurde.
Lawson sah sich auf seiner schnellen Runde durch Piastri massiv behindert und verpasste den Einzug in die entscheidende Top-10-Qualifikation. Die Strafe wirbelt die Spitzengruppe der Startaufstellung nun kräftig durcheinander und setzt einem ohnehin turbulenten Samstag die Krone auf. Lesen Sie unsere Samstags-Analyse aus Monza, um das gesamte Geschehen im Detail zu verfolgen.
Piastri musste sich nach dem Qualifying bei den Stewards rechtfertigen. In ihrer Urteilsbegründung gaben die Kommissare an, dass der McLaren-Fahrer beim Verlassen der Boxengasse gewarnt worden war, dass Verstappen und Lawson heranfuhren, während Carlos Sainz bereits an die Box abgebogen war.
Piastri erklärte gegenüber den Kommissaren, man habe ihm am Funk nicht mitgeteilt, dass sich beide Fahrer auf schnellen Runden befänden. Erst kurz vor Kurve 1 habe er bemerkt, dass Verstappen attackierte, woraufhin er drastisch verlangsamte und ganz nach rechts zog, um ihm Platz zu machen. Da Lawson jedoch direkt dahinter folgte, konnte Piastri eine Behinderung des Neuseeländers nicht mehr verhindern.
Die Stewards erkannten zwar an, dass Piastri angesichts der ihm vorliegenden Informationen und der akuten Situation zu diesem Zeitpunkt kaum andere Handlungsoptionen blieben. Dennoch kamen sie zu dem Schluss, dass er Wagen Nummer 30 „unbeabsichtigt, aber eben auch unnötig behindert“ habe.
„Daher wird die dafür übliche Strafe einer Rückversetzung um drei Startplätze verhängt“, hieß es in der offiziellen Mitteilung.
Durch die Strafversetzung rückt Piastri im Grid um drei Positionen nach hinten. Davon profitieren Charles Leclerc, Lewis Hamilton und Max Verstappen, die jeweils um einen Platz aufrücken.
Für Piastri verwandelt die Entscheidung ein starkes drittes Qualifying-Ergebnis in eine spürbar kompliziertere Ausgangslage für den Grand Prix von Italien. Auch für Lawson bleibt der Vorfall bitter: Die verpatzte Runde kostete ihn die Chance auf das Q3, während das Urteil der Rennleitung nun direkte Auswirkungen auf das Renngeschehen am Sonntag hat.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.