Wird geladen

Sergio Pérez hat nach dem Qualifying zum Großen Preis von Kanada eine offizielle Verwarnung erhalten. Die Rennkommissare stellten fest, dass er das vorgeschriebene Verfahren für die Durchfahrt der Kurve 13 auf dem Circuit Gilles Villeneuve nicht eingehalten hatte.
Im Mittelpunkt stand das Auto mit der Startnummer 11 – der Cadillac-Formel-1-Bolide von Pérez –, das nicht wie in den Anweisungen des Renndirektors gefordert nach rechts ausgewichen war. Der Vorfall wurde gemäß Artikel 12.2.1.i des Internationalen Sportgesetzes der FIA geprüft, das Verstöße gegen Anweisungen von Offiziellen regelt.
Nach Erhalt des Berichts des Renndirektors luden die Kommissare sowohl Pérez als auch einen Vertreter des Cadillac-Formel-1-Teams vor. Um zu ihrem Urteil zu gelangen, werteten sie eine umfassende Beweisgrundlage aus: Daten des Streckenposten-Systems, Videomaterial, Zeitnahme-Informationen sowie Aufnahmen der Onboard-Kameras.
Der mexikanische Pilot lieferte Kontext zu seinem Verhalten und erklärte, er habe das Auto hinter sich „schlangenlinienfahren“ sehen und sei daher davon ausgegangen, dass es sich auf einer Out-Lap befand. Tatsächlich war dieses Fahrzeug jedoch gerade dabei, einen anderen Konkurrenten zu überholen. Die Kommissare erkannten an, dass seine Interpretation „möglicherweise nachvollziehbar war“ – stellten jedoch unmissverständlich klar, dass dies den Regelverstoß nicht entschuldige.
Die Anweisungen für den Wettbewerb sind in diesem Punkt eindeutig: Jeder Fahrer, der Kurve 13 nicht korrekt durchfährt und vollständig links am orangen Scheitelpunkt-Kerb vorbeifährt, muss zwingend links der orangen Linie am Kurvenausgang bleiben und darf erst am äußersten Ende der Asphalt-Auslaufzone wieder auf die Strecke zurückkehren. Die Kommissare kamen zu dem Schluss, dass Pérez dieses Verfahren nicht befolgt hat, was einen Verstoß gegen Artikel 12.2.1.i darstellt.
In ihrer schriftlichen Begründung hielten die Kommissare fest, dass zwar mildernde Umstände vorlagen – insbesondere Pérez' Fehleinschätzung des nachfolgenden Fahrzeugs –, diese jedoch nicht ausreichten, um ihn von der Verantwortung für die Nichteinhaltung der expliziten Anweisungen in den Wettbewerbsnotizen zu entbinden.
Es war ein arbeitsreiches Qualifying aus regulatorischer Sicht in Montreal. Lewis Hamilton wurde ebenfalls wegen einer angeblichen Behinderung von Pierre Gasly während Q1 untersucht, was die strenge Überwachung durch die Kommissare während der gesamten Session unterstreicht.
Die gegen Pérez verhängte Strafe ist eine offizielle Verwarnung – die Kommissare merkten ausdrücklich an, dass dies seine erste Verwarnung der Saison 2026 ist. Während eine Verwarnung für sich genommen keine direkte sportliche Strafe nach sich zieht, kann das Sammeln mehrerer Verwarnungen im Laufe einer Saison automatische Startplatzstrafen auslösen. Ein Umstand, den Pérez in Zukunft sicherlich vermeiden möchte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...