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Oscar Piastri hat Lewis Hamilton vorgeworfen, „nicht in seine Spiegel geschaut“ zu haben, nachdem er während des Qualifyings zum Großen Preis von Ungarn vom siebenmaligen Weltmeister behindert wurde.
Der McLaren-Pilot konnte seinen letzten Versuch in Q3 nicht beenden, nachdem er in der ersten Kurve auf Hamilton traf. Piastri war gezwungen, die Runde abzubrechen, und musste sich schließlich mit dem fünften Startplatz begnügen – ein Ergebnis, das umso frustrierender war, da Teamkollege Lando Norris das Tempo von McLaren in die Pole-Position ummünzen konnte.
Piastri lag fast eine halbe Sekunde hinter Norris, deutete jedoch an, dass dieser Rückstand nicht sein wahres Potenzial widerspiegelte. Durch die späte Unterbrechung hatte er keine Gelegenheit mehr, das volle Potenzial seines Autos auf einer freien letzten Runde unter Beweis zu stellen.
„Es war einfach Lewis, der nicht in seine Spiegel geschaut hat“, sagte Piastri gegenüber Sky F1. „Die gelbe Flagge [für Max Verstappen] war nicht mein Problem. Es ist eine Schande, denn so oder so konnte ich keine Runde mehr fahren.“
Der Vorfall wurde zu einem der prägenden Momente eines Qualifyings, in dem sich McLaren als Maßstab etablierte. Weitere Berichte zu dieser Kontroverse finden Sie unter Hamilton erhält Drei-Plätze-Strafe nach Behinderung von Piastri in Ungarn.
Piastris Frustration wurde durch die deutlichen Anzeichen eines Fortschritts bei McLaren gemildert. Das Team reiste mit einem umfangreichen Upgrade-Paket an den Hungaroring, während die Entwicklung unter dem neuen Reglement weitergeht. Norris’ Pole-Position war der klarste Beweis dafür, dass die Änderungen sofortige Leistung gebracht haben.
Piastri erklärte, es sei schwierig gewesen, das Maximum aus dem Auto herauszuholen, betonte aber, dass die grundlegende Geschwindigkeit offensichtlich sei.
„Das Auto war heute eindeutig schnell. Ich habe zwar damit gekämpft, es war nicht einfach, aber die Leistung ist definitiv da“, sagte er.
Über das Upgrade fügte er hinzu: „Sie sind offensichtlich ziemlich gut. Ein Auto steht auf der Pole, also denke ich, dass sie einen guten Job gemacht haben. Das war die Art von Schritt, die wir gebraucht haben.“
Die verbleibende Frage ist, ob sich der Gewinn von McLaren auf unterschiedliche Streckencharakteristiken übertragen lässt. Piastri erkannte diese Unsicherheit an, betonte jedoch, dass die unmittelbare Verbesserung signifikant sei.
„Wir werden sehen, ob es ausreicht, um uns überall zu helfen, aber das Auto ist definitiv schneller“, sagte er.
Für Piastri enthielt das Qualifying-Ergebnis somit zwei gegensätzliche Botschaften: den fünften Platz nach einer beeinträchtigten letzten Runde und die Bestätigung, dass McLaren nun über das Tempo verfügt, um an der Spitze mitzukämpfen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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