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Sergio Perez fehlte in Monaco nur hauchdünn zu Cadillacs erstem Punkt in der Formel 1. Doch eine Strafe nach dem Rennen verwandelte den möglichen Durchbruch in ein bitteres Endergebnis.
Der Mexikaner überquerte die Ziellinie als Elfter und rückte kurzzeitig auf P10 vor, nachdem Nico Hülkenberg wegen einer Kollision mit Carlos Sainz eine 10-Sekunden-Strafe erhalten hatte. Für ein Team, das erst sein sechstes Rennen bestreitet und der erste komplett neue Formel-1-Einsteiger seit einem Jahrzehnt ist, wirkte dieser Moment wie ein starkes Signal. Doch dann sichteten die Kommissare Aufnahmen vom Neustart nach der roten Flagge und entschieden, dass Perez’ rechtes Vorderrad außerhalb seiner Startbox gestanden hatte. Eine 10-Sekunden-Strafe warf ihn auf Platz 15 und damit ans Ende des Klassements zurück.
Es war ein hartes Ende für ein Rennen, das zumindest für kurze Zeit angedeutet hatte, dass Cadillacs Fortschritte nun auch in greifbare Ergebnisse münden könnten.
Cadillac reiste nach Monaco weiterhin auf der Suche nach einem klaren Beleg an, dass Punkte wirklich in Reichweite lagen. In Melbourne war Perez Letzter der gewerteten Fahrer und drei Runden zurück, während Valtteri Bottas mit technischen Problemen ausschied. In China kamen beide Autos mit einer Runde Rückstand ins Ziel, ehe Perez in Suzuka erstmals in der Führungsrunde blieb.
Das Qualifying bleibt eine Schwachstelle. Noch kein Cadillac hat in dieser Saison Q1 überstanden, auch wenn Perez’ P18 in Monaco sein bislang bestes Samstagsergebnis einstellte. Auch Platz 17 im Sprint-Qualifying in Montreal unterstrich die schrittweise Verbesserung.

Das größere Kräfteverhältnis machte die Aufgabe zusätzlich schwieriger. Aston Martin hat seine Vibrationsprobleme angegangen und die Zuverlässigkeit verbessert, während Williams ins Mittelfeld aufgerückt ist. Vor diesem Hintergrund schien Cadillacs Weg in die Punkte schmal — bis Monaco zu einem Rennen wurde, das von Strafen, Ausfällen und einer späten Safety-Car-Phase geprägt war. Mehr dazu, wie das Rennen in Monte Carlo durch kleinste Abstände und Strafen aus den Fugen geriet, finden Sie in unserer Analyse der Strafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse beim Großen Preis von Monaco.
Max Verstappen, Lando Norris und Charles Leclerc sahen wegen einer Mischung aus technischen Problemen und Unfällen allesamt nicht die Zielflagge. Auch Ollie Bearman und Carlos Sainz schieden aus — und öffneten damit unerwartete Chancen für das Mittelfeld und die hinteren Teams.
Perez’ eigenes Rennen war bereits durch eine Durchfahrtsstrafe belastet worden, weil er sich beim Start in der falschen Startbox aufgestellt hatte. Dort hätte nach Gabriel Bortoletos Start aus der Boxengasse eigentlich ein leerer Platz folgen müssen. Nachdem er früh auf Rang 14 geklettert war, wechselte er auf Medium-Reifen, absolvierte die Strafe und verbrachte einen Großteil des Rennens auf Platz 18.
Doch während andere in Schwierigkeiten gerieten, blieb Perez fehlerfrei. Er hielt sich aus den späten Zwischenfällen mit Hülkenberg, Sainz und Colapinto heraus, überholte Fernando Alonso und gewann eine weitere Position, als George Russell eine Durchfahrtsstrafe absaß.
Teamchef Graeme Lowdon brachte die Enttäuschung auf den Punkt: „Nach dem Neustart infolge der roten Flagge ist Checo fantastisch gefahren und hat auf der Strecke mehrere Positionen gutgemacht – es war wirklich schade, dass uns die Strafe wieder zurückgeworfen hat, denn er hat gekämpft, als ginge es um den Sieg.“
Der Punkt war weg, die Leistung aber nicht. Perez fehlten in Monaco nur rund 1,5 Sekunden auf die Q1-Bestzeit, verglichen mit mehr als drei Sekunden in Australien. Für Cadillac ist genau das die eigentliche Schlagzeile: Der erste Punkt bleibt vorerst unerreicht, doch die Richtung zeigt unübersehbar nach oben.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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