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Aston Martin wird beim Großen Preis von Ungarn in der kommenden Woche, dem letzten Rennen vor der Sommerpause, sein erstes großes Upgrade-Paket der Saison vorstellen. Das Paket wurde in erster Linie entwickelt, um die Schwächen des AMR26-Chassis zu beheben, während das nächste Leistungs-Update von Honda für den Antriebsstrang erst nach der Pause beim Großen Preis der Niederlande erwartet wird.
Das Ausmaß der Chassis-Entwicklung ist so erheblich, dass man fast von einem B-Spec-Aston-Martin sprechen kann. Das Auto wurde ebenso wie das Getriebe leichter gemacht, und beide Komponenten mussten die Homologationstests der FIA erneut durchlaufen. Das Team arbeitet zudem unter enormem Druck, wie dieser Bericht über die Bemühungen, das Ungarn-Upgrade für beide Autos rechtzeitig fertigzustellen, verdeutlicht.
Die aktuelle Leistung von Aston Martin hat Lance Stroll ungewohnt deutlich werden lassen. Auf die Frage nach den positiven Aspekten des AMR26 in Spa antwortete er: „Wir können uns nur verbessern, das ist das Positive. Ich meine, im Moment ist es wirklich ziemlich schrecklich. Es gibt nichts Großartiges, es gibt nichts, was uns an unserem Auto gefällt, es gibt keine Stärken, also kann es nur besser werden.“
Der Große Preis von Großbritannien lieferte einen klaren Beweis für das Problem. Es kursierten Videos, die zeigten, wie Stroll mit starkem Untersteuern kämpfte, unter anderem in der schnellen Copse-Kurve, wo er gezwungen war, das Lenkrad bis zum Anschlag einzuschlagen.
Stroll identifizierte mehrere spezifische Einschränkungen: Instabilität beim Einlenken und Bremsprobleme in mittleren und langsamen Kurven sowie ein aerodynamisches Strömungsabreißen, das dazu führt, dass das Auto in schnellen Kurven über die Vorderräder schiebt. Er fügte hinzu, dass einige dieser aerodynamischen Effekte durch Drucksensordaten nur schwer zu identifizieren seien, was das Feedback der Fahrer für die Aerodynamik-Abteilung des Teams in Silverstone besonders wichtig mache.
Das unmittelbare Ziel ist nicht einfach nur mehr Abtrieb, sondern ein gesünderes und berechenbareres Auto. „Wir hoffen, dass wir einige der Eigenschaften verbessern können – natürlich mehr Abtrieb, aber auch einige dieser schlechten Aero-Eigenschaften, die wir schon lange haben“, sagte Stroll.
Er betonte zudem, dass das Leistungsdefizit von Aston Martin und die Balanceprobleme des Autos zwei getrennte Themen seien. Das Team benötigt Verbesserungen bei der Fahrbarkeit und der Motorleistung, aber es braucht auch deutlich mehr Abtrieb.
Das macht Ungarn zu einem entscheidenden Test. Da die Strecke nicht besonders sensibel auf Motorleistung reagiert, glaubt Stroll, dass sie aufzeigen wird, ob die Arbeit am Chassis echte Fortschritte gebracht hat. Sollte Aston Martin dort weiterhin langsam sein, warnte er, werde das spätere Honda-Update in Zandvoort nicht das gesamte Problem lösen. Ein konkurrenzfähigerer Auftritt hingegen wäre ein wichtiges Signal für den Rest der Saison.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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