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Fred Vasseur hat schnell reagiert, um die Meisterschafts-Euphorie rund um Ferrari zu dämpfen, nachdem Lewis Hamiltons bahnbrechender Sieg auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Spekulationen über einen ernsthaften Titelkampf 2026 angeheizt hat.
Hamilton kam nach zweiten Plätzen in Kanada und Monaco nach Barcelona und wandelte Ferraris Renntempo in einen historischen Sieg um, indem er eine aggressive Drei-Stopp-Strategie nutzte, um die Mercedes-Piloten mit ihrer Zwei-Stopp-Strategie zu schlagen. Ein Virtual Safety Car in der Schlussphase spielte Ferrari ebenfalls in die Karten und trug dazu bei, den ersten Sieg eines Nicht-Mercedes-Teams in dieser Saison einzufahren.
Das Ergebnis verkürzte Kimi Antonellis Vorsprung in der Meisterschaft auf Hamilton von 66 auf 41 Punkte, wobei das Ausscheiden des Italieners die Diskussionen nach dem Rennen verschärfte. Mehr dazu, wie das Rennen das Titelbild verändert hat, erfahren Sie in unserem Bericht über Hamiltons Aufholjagd auf Antonelli nach dem Sieg in Barcelona.
Vasseur stellte jedoch klar, dass Ferrari nicht den Fehler machen darf, einen herausragenden Sonntag mit einer komplett gewandelten Saison zu verwechseln.
„Heute hat sich im Vergleich zur letzten Woche [in Monaco] nichts geändert“, sagte er. „Das Ergebnis ist anders; der Ausgang des Rennens ist anders. Der Einsatz der Jungs in der Garage, in Maranello, von Lewis, von Charles [Leclerc] – er hat sich im Vergleich zur letzten Woche nicht geändert. Wir müssen hier ruhig bleiben.“

Vasseur wertete den Sieg als Belohnung für die verbesserte Zusammenarbeit bei Ferrari und nicht als Beweis dafür, dass die Kräfteverhältnisse dauerhaft neu geordnet wurden. Sein Punkt war präzise: In einem Feld, in dem ein Zehntel in Q2 sechs oder sieben Autos trennen kann, können kleine Details das Endergebnis stark verzerren.
Er unterstrich zudem die Bedeutung der Streckenposition und merkte an, wie schwierig das Rennen wurde, sobald ein Auto nicht mehr in „freier Luft“ fuhr. Dies war entscheidend für Ferraris Umsetzung in Barcelona und für die wichtigere Lektion, die Vasseur seinem Team für die Zukunft mitgeben möchte.
„Ich sehe es als ein mega gutes Ergebnis, ein mega positives Ergebnis“, sagte er. „Es ist eine gute Belohnung für alle, für Lewis, für das Team in Maranello, für das Team an der Strecke, aber es ist nicht so, dass die Situation komplett anders ist als letzte Woche.“
Der Ferrari-Teamchef erkannte zwar den Aufwärtstrend an. Kanada war stark, Monaco war stark, und Barcelona zeigte von Beginn an Tempo, wobei beide Autos um die Pole-Position kämpfen konnten. Er betonte jedoch, dass der entscheidende Faktor im Jahr 2026 die Entwicklung sein werde, nicht eine Momentaufnahme aus Spanien.

Auf die Frage, ob Ferrari Hamilton nun alles für einen achten Fahrertitel unterordnen sollte, reagierte Vasseur entschieden ablehnend.
„Ich hatte vor zwei Wochen wahrscheinlich einige Kommentare, dass alles eine Katastrophe sei, und jetzt sprechen wir über die Weltmeisterschaft“, sagte er. „Das ist der schlechteste Ansatz, den ich haben könnte.“
Seine Botschaft war bewusst maßvoll: Ferrari wird mit der gleichen Einstellung nach Österreich reisen – Details jagen, Leistung hinzufügen und kleine Schritte machen, anstatt von einem Meisterschaftslauf zu träumen.
Für Vasseur ist Barcelona ein Grund zum Feiern – aber kein Grund zur Übertreibung.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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