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Fernando Alonso hat ausgeschlossen, in dieser Woche eine Entscheidung über seine Zukunft in der Formel 1 bekanntzugeben. Damit nimmt er im Vorfeld seines Heimrennens beim Großen Preis von Spanien eines der brisantesten Themen abseits der Strecke vorerst vom Tisch.
Auf die Frage nach dem Großen Preis von Italien, ob er eine Ankündigung plane, antwortete Alonso den Medienvertretern gewohnt trocken: „Nein.“
Der zweimalige Formel-1-Weltmeister wägt derzeit ab, ob er 2027 in eine rekordverdächtige 24. Saison gehen oder seine Karriere nach einer zähen Saison mit Aston Martin beenden soll. Seine klare Antwort bestätigt jedoch, dass das Wochenende in Madrid kein vorzeitiges Urteil bringen wird – ungeachtet der besonderen Bedeutung seines 23. Starts bei einem Großen Preis von Spanien.
Das Rennen wird auf dem neuen Madring in Madrid ausgetragen. Das Debüt dieser Rennstrecke sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit rund um Alonsos Heimspiel, auch wenn der Fokus sportlich vor allem darauf liegt, ob Aston Martin nach dem Debakel in Monza ein konkurrenzfähigeres Wochenende zeigen kann. Ein Streckenplan des Spanien-GP 2026 auf dem Madring hat die wesentlichen Schlüsselstellen des neuen Kurses bereits ausführlich beleuchtet.

Nach 13 Rennen steht Alonso bei mageren drei WM-Punkten – seine schwächste Zwischenbilanz zu diesem Saisonzeitpunkt seit seinem Debütjahr 2001 bei Minardi, als er gänzlich punktelos blieb. Der Italien-Grand-Prix endete für ihn vorzeitig, nachdem er sein Auto bei einem Zwischenfall in der zweiten Lesmo-Kurve beschädigt hatte.
Das gesamte Wochenende im Königlichen Park hatte die Defizite von Aston Martin schonungslos offengelegt. Nach reiner Pace belegten Alonso und Teamkollege Lance Stroll im Qualifying die letzten Ränge. Alonso musste das Rennen schließlich sogar aus der Boxengasse in Angriff nehmen, da die AMR26-Boliden mit gravierendem Tempomangel kämpften.
Besonders ernüchtert zeigte sich Alonso über den Kontrast zwischen dem legendären Ruf der Piste und den tatsächlich erzielten Geschwindigkeiten. Mit Blick auf Monzas historischen Status als „Temple of Speed“ merkte er an, dass die Autos in Barcelona und Budapest höhere Topspeeds erreicht hätten, während der Spitzenwert in Monza bei lediglich rund 312 km/h lag.
„Es ist also nicht mehr der ‚Temple of Speed‘“, stellte Alonso ernüchtert fest.

Trotz der jüngsten Enttäuschungen betrachtet Alonso das anstehende Heimrennen als Gelegenheit für eine Trendwende bei Aston Martin. Er räumte ein, dass das Team an einigen der verbleibenden Wochenenden zu kämpfen haben werde, andere Streckenprofile dem Boliden jedoch besser liegen könnten.
„Mit Blick nach vorn wissen wir, dass es unter den verbleibenden Rennen Wochenenden geben wird, an denen wir leiden, und solche, die besser laufen sollten“, erklärte er. „Vielleicht bietet das nächste Rennen genau so eine Gelegenheit.“
Vorerst bleibt die Frage nach einem möglichen Rücktritt also unbeantwortet. Alonsos unmissverständliche Botschaft lautet: Madrid wird nicht die Bühne für seinen Abschied sein.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.