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McLarens Start in die Formel-1-Saison 2026 war solide statt spektakulär, doch intern ist man überzeugt, dass noch deutlich mehr möglich ist.
Vor dem Großen Preis von Japan zog Teamchef Andrea Stella eine nüchterne, aber selbstbewusste Zwischenbilanz zum aktuellen Stand und zur weiteren Entwicklung des MCL40. Sein Urteil fiel eindeutig aus.
„Ich denke, der MCL40 ist eine Plattform mit sehr hohem Potenzial.“
McLarens Optimismus beruht nicht auf blindem Glauben. Stella sprach offen darüber, wo das Auto im Vergleich zu den Hauptkonkurrenten derzeit noch Schwächen zeigt.
„Im Moment hat unser Auto im Vergleich zu Ferrari und Mercedes etwas weniger Grip. Ferrari und Mercedes sind in den Kurven schneller als wir.“
Das Problem liegt nach Einschätzung des Teams nicht allein am Chassis. Auch auf Seiten der Power Unit gibt es noch Potenzial – insbesondere bei der optimalen Nutzung des neuen Mercedes-Aggregats.
„Im Vergleich zu Mercedes sehen wir, dass wir die Power Unit wahrscheinlich noch nicht ganz optimal nutzen. In China war es bereits besser als in Australien.“
Diese Entwicklung deutet bereits auf Fortschritte hin. Stella betonte, dass sich das Team auf einer steilen Lernkurve befindet und eng mit HPP zusammenarbeitet, um kein Leistungspotenzial ungenutzt zu lassen.
„Wir befinden uns in einer steilen Lernphase, was die maximale Nutzung der Power Unit angeht. Das ist positiv, und wir arbeiten sehr gut mit HPP zusammen, um das gesamte verfügbare Potenzial auszuschöpfen.“

Das größte Selbstvertrauen schöpft McLaren aus der klar definierten Entwicklungsrichtung. Stella machte deutlich, dass das Team genau weiß, welche Maßnahmen auf der Chassis-Seite erforderlich sind.
„Um auf das Chassis zurückzukommen: Wir wissen genau, was zu tun ist, um mit gezielten Maßnahmen das Chassis weiter zu verbessern.“
Der Fahrplan steht bereits. Im Fokus steht die aerodynamische Effizienz, mit Updates, die in den kommenden Rennen eingeführt werden sollen.
„Es geht im Grunde darum, Updates zu bringen, die die aerodynamische Effizienz steigern. Diese werden in den nächsten Rennen kommen.“
Für Stella sollte die Kombination aus einer besseren Nutzung der Power Unit und gezielten aerodynamischen Fortschritten zu einem klar positiven Leistungstrend führen.
„Ich denke, wir sollten ab diesem Punkt eine positive Entwicklung sehen, und wir sind zuversichtlich, dass McLaren in dieser Saison aus eigener Kraft um Podestplätze und Siege kämpfen kann.“
Nach einer soliden Anfangsphase hängt McLarens Saison 2026 nun von der Umsetzung ab. Der MCL40 verfügt laut Stella bereits über die nötigen Grundlagen. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob sich dieses Potenzial in echte Siegfähigkeit ummünzen lässt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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