Arvid Lindblad: Stunt im kürzesten Fiat Panda der Welt

Racing-Bulls-Formel-1-Rookie Arvid Lindblad nutzte die jüngste rennfreie Zeit für eine ganz besondere fahrerische Herausforderung: In Zusammenarbeit mit dem italienischen Tuning-YouTube-Kanal Carmagheddon setzte er sich ans Steuer des kürzesten Fiat Panda der Welt.
Der 19-jährige Brite erlebte eine wilde Fahrt in dem Fahrzeug mit offiziellem Guinness-Weltrekord. Bei einem Endo-Contest – bei dem das Heck des Wagens beim Bremsen in die Luft steigt – kippte der extrem modifizierte Kleinwagen beinahe um, bevor Lindblad ihn mit einer beeindruckenden Reaktion noch abfangen konnte.
Rasantes Sofa und rekordverdächtige Kuriositäten
Bevor es an die extremen Fahreigenschaften des ultrakurzen Pandas ging, wärmte sich Lindblad auf einer provisorischen Teststrecke auf. Auf einem Kurs in Form einer Acht samt enger Spitzkehre steuerte er zunächst ein motorisiertes Sofa. Dieses Erlebnis erwies sich für den Grand-Prix-Piloten als überraschend nervenaufreibend.
„Ehrlich gesagt: Als ich mich das erste Mal draufgesetzt habe, hatte ich ganz schön Angst“, gab Lindblad offen zu. „Ich war vor dieser Fahrt nervöser als vor einem Formel-1-Rennen. Im Training und sogar im Qualifying bin ich ruhiger, als ich es auf diesem Ding war.“
Er ergänzte: „Als ich mich erst einmal daran gewöhnt hatte, ging es besser. Einfach ist es trotzdem nicht. Es lässt sich ziemlich schwer steuern, und ich hätte im Leben nie gedacht, dass ich mal ein Sofa fahren würde.“
Am Limit im ultrakurzen Panda
Der Höhepunkt des Tages folgte, als Lindblad in den winzigen Panda kletterte, um herauszufinden, wer den höchsten Stoppie beziehungsweise Endo schaffen würde. Der Youngster lotste das instabile Gefährt bis an die absolute Kippgrenze.
„Ihr habt mir vorher gesagt, dass es unmöglich sei, sich zu überschlagen – deshalb war ich super selbstbewusst“, erklärte Lindblad. „Nach dem ersten Versuch dachte ich mir: ‚Okay, ich bin viel zu langsam, ich muss mehr pushen.‘
„Beim letzten Versuch ging es dann etwas höher als gedacht. Ich habe direkt auf den Boden geschaut. Das Auto stand fast senkrecht, es war absolut verrückt. Ich glaube, ich höre jetzt lieber auf, sonst überschlage ich mich noch. Aber es hat enorm viel Spaß gemacht.“
Starkes Debütjahr in der Formel 1
Die vergnügliche Aktion abseits der Rennstrecke fällt mitten in eine beachtliche Premierensaison in der Königsklasse, denn Arvid Lindblad bezeichnet seine F1-Rookie-Saison als einen Traum.
Aktuell belegt Lindblad mit 31 Punkten den elften Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Sein Racing-Bulls-Teamkollege Liam Lawson, der zuletzt den verletzten Isack Hadjar bei Red Bull Racing vertrat, liegt mit 59 Zählern auf Rang neun.
