Alpine-Übernahme geplatzt: Horner verpasst Einstieg bei F1-Team

Christian Horners Ambitionen, über eine Übernahme von Alpine eine zügige Rückkehr in die Formel 1 einzuleiten, haben einen herben Dämpfer erlitten. Nach seinem Abschied von Red Bull im Jahr 2025 visierte Horner umgehend ein operatives Comeback an. Sein Ziel war der Erwerb des 24-prozentigen Minderheitsanteils, den Renault 2023 an Otro Capital veräußert hatte – unterstützt von einem milliardenschweren Investorenkonsortium.
Allerdings stieß das Vorhaben auf Gegenwind, als Konkurrenten wie Toto Wolff und Mercedes versuchten, den Deal zu durchkreuzen. Trotz Horners anhaltendem Interesse ist ihm das Geschäft nun endgültig entglitten.
Auslaufendes Renault-Veto ebnet Weg für US-Käufer
Im Podcast 2 Guys, A Girl, and F1 erklärte Formel-1-Journalist Joe Saward, dass Renaults strikte Weigerung, das gesamte Team zu verkaufen, Horner vor dem 8. September an einem vollständigen Übernahmeangebot gehindert habe. Renault verfügte zuvor über eine Vetoklausel bezüglich der Minderheitsbeteiligung. Mit dem Ablauf dieser Frist war der Weg für Otro Capital frei, die 24-prozentige Beteiligung an einen namentlich nicht genannten, wohlhabenden US-Investor zu veräußern.

„Sie haben damals eine Menge Geld eingesammelt und 24 Prozent abgegeben, die eigentlich wertlos waren – denn mit 24 Prozent hat man keinerlei Kontrolle“, so Saward. „Vor neun Monaten sagte Otro Capital: ‚Gut, wir wollen jetzt Kasse machen, da die Bewertungen in der Formel 1 gestiegen sind. Wir wollen unser Geld verdoppeln, verdreifachen, vervierfachen. Wir wollen unsere 24 Prozent verkaufen.‘“
Saward verdeutlichte, warum Horner sich letztlich zurückzog: „Im Vertrag gab es eine Klausel, die Renault ein Vetorecht einräumte. Diese lief am 8. September aus. Seit dieser Woche können sie frei verkaufen. Es gibt einen Käufer – einen wohlhabenden Amerikaner, der mit der Formel 1 nichts zu tun hat... Renault gefällt das nicht, aber diesem Mann ist das egal. Er will keine Kontrolle, er will einfach nur viel Geld verdienen.“
„Deshalb wird Christian Horner nicht der Käufer sein. Er will keine 24 Prozent kaufen, über die er keine Kontrolle ausüben kann. Das ergibt keinen Sinn. Und Renault ist nicht bereit, das gesamte Team abzugeben.“
Schwindende Optionen für Horners F1-Comeback
Diese Entwicklungen stellen eine erhebliche Hürde für Horner dar. Alpine hatte bereits Monate zuvor wenig Begeisterung für sein Minderheitsangebot gezeigt, und auch gesonderte Gespräche über einen möglichen Einstieg mit dem chinesischen Elektroautobauer BYD sind ins Stocken geraten. Da Renault die Mehrheit am Standort Enstone fest in den Händen behält, verbleiben Horner bei seiner Suche nach neuen Möglichkeiten im Starterfeld der verbleibenden elf Teams nur noch begrenzte Optionen.
