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Aston Martin hat mit den Streckentests einer aktualisierten Version seines Valkyrie LMH begonnen. Damit bereitet sich der Hersteller auf die dritte Saison des Fahrzeugs in der World Endurance Championship (WEC) sowie auf den Einstieg in die IMSA SportsCar Championship im Jahr 2027 vor.
Der britische Hersteller und sein Partner, The Heart of Racing, absolvierten am Montag und Dienstag einen ersten Rollout auf dem Hinton Airfield, bevor der Prototyp ohne Hybridsystem am Mittwoch für seinen ersten vollwertigen Test auf die Rennstrecke von Silverstone gebracht wurde. Werksfahrer, darunter Harry Tincknell, wurden bei den Testfahrten am Steuer des Wagens fotografiert.
Der Test-Valkyrie präsentierte sich in einer Tarnlackierung, die grüne, schwarze, hellblaue und blaue Karomuster kombinierte. Aston Martin betitelte die Veröffentlichung mit „Valkyrie – The Sound of Evolution“ – eine klare Anspielung auf den Saugmotor-V12, dessen unverwechselbarer Klang bei Motorsportfans schnell Kultstatus erlangte.

Aston Martin hat nicht bekannt gegeben, welche Bereiche des Fahrzeugs modifiziert wurden. Teamchef Ian James und das Senior-Management des Herstellers hatten jedoch bereits angedeutet, dass das Programm sogenannte „Evo-Joker“ nutzen würde, um die Aerodynamik und andere Aspekte des Valkyrie weiterzuentwickeln.
Der Zeitpunkt des Tests deutet darauf hin, dass das Team nun die notwendigen Daten sammelt, um das volle Potenzial des Prototyps auszuschöpfen. Die Testfahrten in Silverstone sind nur der erste Schritt eines umfassenderen Zeitplans; weitere Arbeiten sind für den 9. September in Austin und den 15. September in Aragon geplant. Auch Ferrari und Genesis werden in Austin auf der Strecke sein.
Anschließend wird das Programm zwischen Oktober und November für drei weitere Tage in den Windkanal von Windshear verlagert. Dort werden Daten und Spezifikationen aller Prototypen für die endgültige Homologation erfasst, was die kommenden Sessions zu einem wichtigen Meilenstein für den Entwicklungspfad des Valkyrie macht.

Aston Martin liegt derzeit auf dem sechsten Platz der WEC-Herstellerwertung, einen Punkt hinter dem erfahreneren Team von Alpine. In der GTP-Klasse der IMSA belegt man nach dem Einsatz von nur einem Fahrzeug den fünften und letzten Rang.
Die Herausforderung in der WEC wird im nächsten Jahr durch den Einstieg von Ford und McLaren weiter zunehmen. Die Vorbereitungen bei Ford laufen bereits auf Hochtouren, wie der erste Shakedown des neuen LMDh-Hypercars zeigt. In der IMSA wird erwartet, dass der bevorstehende Ausstieg von Acura nur noch vier Hersteller in der Top-Klasse belässt.
Das Testprogramm von Aston Martin verfolgt daher ein klares Ziel: Die frühen Daten aus dem Meisterschaftsprogramm des Valkyrie in gezielte Upgrades umzuwandeln, bevor die Saison 2027 beginnt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.