Aston Martin verliert offenbar Langzeit-Performancechef McCullough

Aston Martin steht vor weiterem Abgang auf Führungsebene
Aston Martin muss sich offenbar von Tom McCullough trennen. Der Performance-Direktor des Teams steht laut PlanetF1.com vor einem Abschied zum Ende des Jahres 2026 – nach 13 Jahren bei der Organisation.
McCullough kam 2014 zum Rennstall, als dieser noch unter dem Namen Force India antrat. Er blieb dem Team auch während des Übergangs zu Racing Point und schließlich zu Aston Martin im Jahr 2021 erhalten. 2018 stieg er in die Führungsebene auf, als er zum Performance-Direktor ernannt wurde.
Seine Amtszeit umfasst damit drei Identitäten derselben in Silverstone ansässigen Organisation. Dadurch zählt McCullough zu den dienstältesten prägenden Persönlichkeiten in deren moderner Formel-1-Struktur.
Aston Martins Neuaufstellung verändert McCulloughs Aufgabenbereich
McCulloughs Verantwortlichkeiten veränderten sich im Zuge der Umstrukturierung des Teams im Jahr 2025. Andy Cowell übernahm den Posten des CEO, während Mike Krack in die Rolle des Streckenchefs wechselte und einen großen Teil der zuvor von McCullough wahrgenommenen Aufgaben übernahm.
Infolgedessen verlagerte sich McCulloughs Schwerpunkt vom Formel-1-Betrieb von Aston Martin hin zu Performance Technologies. Sein Aufgabenbereich konzentrierte sich darauf, die Aktivitäten des Teams auf weitere Rennserien auszuweiten. Diese Ausrichtung hatte in den vergangenen 20 Monaten für ihn Priorität.
Obwohl McCullough dem Titel nach weiterhin Performance-Direktor ist, würde sein gemeldeter Abschied seine 13-jährige Verbindung zur Organisation beenden. Aston Martin hat seine Formel-1-Führung zudem weiter umgebaut. Adrian Newey wechselte von seiner ursprünglichen Position in die Rolle des kommissarischen Teamchefs, nachdem Cowell das Team verlassen hatte. Die jüngsten Veränderungen erfolgen, während das umfassendere Projekt des Rennstalls weiterhin Aufmerksamkeit auf sich zieht – auch wegen der Arbeit abseits der unmittelbaren Formel-1-Struktur.
Wheatley wird mit künftiger Führungsrolle in Verbindung gebracht

Berichten zufolge könnte Jonathan Wheatley nach seinem Abschied von Audi die Rolle des Teamchefs übernehmen. Eine Bestätigung wird allerdings erst erwartet, wenn sein Ausscheiden beim deutschen Rennstall vollzogen ist.
McCullough würde sich unterdessen mit großer Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt anbieten. Vor seinem Wechsel zu Aston Martin verbrachte er ein Jahrzehnt bei Williams, anschließend folgten 13 Jahre beim Team aus Silverstone. Sollte er der Formel-1-Startaufstellung verbunden bleiben wollen, dürfte ihn dieser Erfahrungsschatz für andere Rennställe zu einer wertvollen Option machen.
Sein mutmaßlicher Abschied wäre die jüngste Etappe in Aston Martins fortlaufendem organisatorischem Wandel und würde zugleich eine der längsten Verbindungen auf Führungsebene in der jüngeren Geschichte des Teams beenden. Mehr zur Entwicklung der Führungsstruktur bei Aston Martin lesen Sie in unserem Bericht über Neweys Zuversicht, Fernando Alonso bis 2027 bei Aston Martin halten zu können.