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Audi verließ den Großen Preis von Österreich zwar erneut ohne Punkte – die letzten Zähler gab es beim Saisonauftakt 2026 in Australien für einen neunten Platz –, doch Allan McNish sah in Spielberg mehr als nur das Endergebnis. Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg belegten auf dem Red Bull Ring die Plätze P11 und P12, knapp außerhalb der Top 10. Dennoch bezeichnete der Racing Director des Teams dies als das bisher beste Wochenende des Rennstalls aus Hinwil in diesem Jahr.
Dieses Urteil ist von Bedeutung, da der Red Bull Ring für den R26 eigentlich kein ideales Pflaster war. Die Strecke stellt hohe Anforderungen an die Leistung der Antriebseinheit, und Audi ist sich des aktuellen Rückstands voll bewusst – Teamchef Mattia Binotto bezifferte diesen auf manchen Strecken auf bis zu eine Sekunde pro Runde. Dennoch kam Audi in einem Rennen, in dem kein Auto vor ihnen ausfiel, nur knapp an den Punkten vorbei und musste sich im Mittelfeldgefecht lediglich den Racing Bulls geschlagen geben.

Wie Bortoleto nach dem Rennen reflektierte, schien Audi das Maximum aus dem Wochenende in Österreich herausgeholt zu haben, trotz der Frustration, die Punkte erneut knapp verpasst zu haben – ein Thema, das wir in unserem Bericht über Bortoletos knappes Punkte-Aus beim Österreich-GP näher beleuchtet haben.
Nach einer Phase, die von Startproblemen und technischen Defekten geprägt war, liefen die R26-Boliden in Österreich reibungslos. Ebenso wichtig war, dass das umfangreiche Aerodynamik-Upgrade-Paket von Audi wie erwartet funktionierte und dem Team eine stabilere Basis bot, um die Fortschritte zu bewerten.
McNish sagte: „Ehrlich gesagt war es unser bisher bestes Wochenende, wenn man alle Sessions betrachtet – vom Freien Training über das Qualifying bis hin zum Rennen. Wir haben das Maximum aus dem Auto herausgeholt.“

Er räumte ein, dass die Streckencharakteristik die Aufgabe erschwerte, und fügte hinzu: „Die Performance auf diesem Kurs war von vornherein etwas kniffliger, auch wenn unsere Upgrades gut funktioniert haben. Aber die VCARBs waren schneller. Punkt.“
Für McNish unterstrichen die knappen Abstände von Bortoleto und Hülkenberg, dass Audi das verfügbare Potenzial ausgeschöpft hatte. „Sie haben alles aus dem Auto herausgeholt, und mehr konnten wir in unserer aktuellen Situation nicht tun“, sagte er.

Die Entwicklung der Antriebseinheit in Neuburg geht weiter, auch wenn McNish betonte, dass große Sprünge Zeit brauchen. Er bezeichnete die Einheit als robust, nachdem die anfänglichen Kinderkrankheiten behoben wurden, und merkte an, dass kleine Verbesserungen in Barcelona bereits geholfen hätten.
Österreich brachte zudem einen weiteren positiven Aspekt: die besten Starts der Saison. McNish gab zu, dass Starts bisher nicht Audis Stärke waren, betonte aber, dass beide Fahrer gut wegkamen und das Team in eine bessere Ausgangslage brachten.
Mit Blick auf die Zukunft glaubt McNish, dass Silverstone Audi besser liegen sollte als Österreich, da die Anforderungen dort eher denen von Barcelona ähneln. Wenn die Umsetzung auf diesem Niveau bleibt, könnte sich für Audi die nächste Chance ergeben, sobald das Streckenprofil dem R26 wieder mehr Möglichkeiten im Kampf bietet.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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