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Red-Bull-Junior Nikola Tsolov steht vor einem bedeutenden Schritt in Richtung Formel 1. Noch in diesem Monat wird der Bulgare im Rahmen eines TPC-Programms mit Racing Bulls erstmals ein Formel-1-Auto fahren.
Der Fahrer aus Bulgarien übernimmt am 27. August in Imola den 2025er VCARB02 des Rennstalls aus Faenza. Der Test ist eine wichtige Standortbestimmung für einen Fahrer, dessen Ruf in den Nachwuchsserien rasant gewachsen ist und dessen aktuelle Form die Argumente für eine künftige Beförderung weiter stärkt.
Tsolov beendete die Formel-3-Saison 2025 als Vizemeister und führt in seiner ersten vollständigen Formel-2-Saison mit dem Red-Bull-lackierten Campos-Team die Fahrerwertung mit 20 Punkten Vorsprung an. Diese Erfolgsbilanz und die Unterstützung durch Red Bull haben ihn fest als möglichen künftigen Racing-Bulls-Fahrer ins Blickfeld gerückt.
Der Test in Imola findet gemeinsam mit den Racing-Bulls-Stammpiloten für 2026, Liam Lawson und Arvid Lindblad, statt. Das Duo soll im VCARB03 den letzten Drehtag des Teams absolvieren, der auf 200 Kilometer begrenzt ist.
Die jüngste Entwicklung unterstreicht zudem Racing Bulls’ Bemühungen, Tsolov auf einen möglichen Einsatz im ersten freien Training am Freitag vorzubereiten. Teamchef Peter Bayer hatte zuvor erklärt, dass der Fahrer noch zusätzliche Kilometer benötigt, um die für eine FP1-Teilnahme erforderliche Superlizenz zu erhalten.
„Wir überlegen derzeit, ihn einen TPC-Test fahren zu lassen, weil er eine Lizenz für die Freitagstrainings benötigt“, sagte Bayer gegenüber Sky F1. „Ihm fehlen noch ein paar Kilometer. Das planen wir für den Herbst.“
Tsolovs Fortschritte haben bereits Spekulationen ausgelöst, wonach er 2027 beschleunigt zu einem Stammcockpit bei Racing Bulls gelangen könnte. Teamchef Alan Permane hat diese Möglichkeit nicht bestätigt, erklärte jedoch, der Bulgare sei „als Nächster an der Reihe“, falls Lawson oder Lindblad ersetzt werden sollte.
Die Stärke des aktuellen Fahrerduos könnte eine Entscheidung verzögert haben. Auch die übergeordnete Situation rund um Max Verstappens Zukunft bei Red Bull bleibt für die Planung des Teams relevant. Racing Bulls hat außerdem öffentlich betont, dass Lawson und Lindblad im Rennen freie Hand haben – wie in Permane stärkt Lawson und Lindblad nach Ungarn freie Fahrt im Duell berichtet.
Tsolov ist jedoch überzeugt, dass er bereit wäre, sobald sich die Chance bietet.
„Man will immer glauben, dass man der Beste in dem ist, was man tut, und ich versuche, das in diesem Jahr zu zeigen“, sagte er gegenüber Sky F1. „Ich weiß, dass ich alles geben werde, um diese Chance zu bekommen – und insgesamt bin ich zuversichtlich.“
Vorerst gilt seine unmittelbare Priorität dem Ausbau seiner F2-Führung in Monza. Imola dürfte jedoch den bislang klarsten Hinweis darauf liefern, wie nah dieses Red-Bull-Talent bereits an einem Formel-1-Einsatz ist.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.