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FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat sich öffentlich dazu verpflichtet, bis spätestens 2031 V8-Motoren in die Formel 1 zurückzubringen. Er bezeichnet diesen Schritt als einen zentralen Pfeiler des nächsten großen Reglement-Zyklus des Sports.
Ben Sulayem ist schon lange ein Befürworter einer Abkehr von der komplexen Turbo-Hybrid-Architektur, die die F1-Antriebseinheiten seit 2014 prägt, als die Ära der Saugmotoren mit V8-Aggregaten beendet wurde. Seine Position ist klar: Die Zukunft des Grand-Prix-Sports sollte auf leichteren, einfacheren Antriebseinheiten basieren, die mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden – und nicht auf den zunehmend aufwendigen Hybridsystemen, die derzeit im Einsatz sind.
Die aktuelle Generation der Antriebseinheiten ist vertraglich bis mindestens Ende der Saison 2030 festgeschrieben, obwohl im Fahrerlager weiterhin debattiert wird, ob der nächste Reglement-Zyklus in diesem Jahr beginnen oder um eine Saison verschoben werden soll. Unabhängig von dieser zeitlichen Unsicherheit hat Ben Sulayem nun öffentlich das Ziel ausgegeben, sicherzustellen, dass spätestens 2031 wieder V8-Power in der Startaufstellung zu finden ist.
"Ich setze mich dafür ein, V8-Motoren in die Formel 1 zurückzubringen", schrieb er in den sozialen Medien. "Idealerweise bis 2030, aber definitiv bis 2031 als Teil des nächsten FIA-Reglement-Zyklus. V8-Motoren sind leichter, einfacher und kosteneffizienter, während sie dank nachhaltiger Kraftstoffe weiterhin mit unseren Umweltzielen in Einklang stehen. Am wichtigsten ist jedoch, dass sie den einzigartigen, viszeralen Klang zurückbringen, den Fans auf der ganzen Welt mit der Formel 1 verbinden."
Ben Sulayem ist mit seiner Denkweise nicht allein. Mehrere große Hersteller von Antriebseinheiten – darunter Mercedes HPP – haben ihre Offenheit für eine Rückkehr zu Saugmotoren signalisiert, wobei einige sogar die Möglichkeit in den Raum gestellt haben, noch einen Schritt weiter zu gehen und V10-Konfigurationen wieder in Betracht zu ziehen. Dieser Zuspruch unter den Herstellern verleiht dem Vorschlag des FIA-Präsidenten deutlich mehr politisches Gewicht, als er sonst hätte.
Als Dachverband, der für die Ausarbeitung der technischen F1-Reglements verantwortlich ist, hat die FIA die Federführung bei der Gestaltung des nächsten Antriebsrahmens. Ben Sulayems direkter Vorstoß über soziale Medien signalisiert ein bewusstes Bestreben, diesen Dialog frühzeitig – und öffentlich – zu lenken. Das Thema Motoren, die auf einer einfacheren, hochdrehenden Philosophie basieren, gewinnt eindeutig an Dynamik: Es spiegelt sogar den Geist hinter Projekten wie Anthony Hamiltons HybridV10-Serie wider, die kürzlich ihr erstes Autodesign mit Fokus auf V10-Saugmotoren vorgestellt hat.
Ob der Zeitplan letztlich auf 2030 oder 2031 hinausläuft, eines wird immer deutlicher: Die Tage des Turbo-Hybrids in der Formel 1 sind gezählt, und die Bewegung, ihn zu ersetzen, wird nun von der allerhöchsten Ebene der Sportführung vorangetrieben.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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