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Martin Brundle glaubt, dass George Russell beim Großen Preis von Ungarn eine starke Antwort geben kann. Eine von zahlreichen Problemen geprägte erste Saisonhälfte hat den Mercedes-Fahrer jedoch 50 Punkte hinter die Meisterschaftsführung zurückgeworfen.
Russell startete mit viel Schwung in die Saison. Beim Auftaktrennen in Australien überzeugte er und wurde anschließend als klarer Titelfavorit gehandelt. Seitdem haben mehrere Rückschläge seine Position in der Gesamtwertung jedoch kontinuierlich geschwächt. Einige dieser Probleme lagen außerhalb seiner Kontrolle und standen im Zusammenhang mit der Zuverlässigkeit von Mercedes.
Die Silberpfeile waren über weite Strecken dominant, hatten in dieser Saison aber auch mit Schwierigkeiten an der Antriebseinheit zu kämpfen – insbesondere auf der Batterieseite. Russell war in China, Japan, Kanada, Monaco und Belgien von Problemen betroffen; jeder dieser Vorfälle kostete ihn eine beträchtliche Zahl an Punkten. Sein jüngster Rückschlag ereignete sich in Spa-Francorchamps, wo ein Ausfall in der ersten Runde seine Titelchancen zusätzlich beschädigte.
Die Arbeit von Mercedes an der Behebung dieser Probleme wird für Russells Antwort in Ungarn entscheidend sein. Das Team hat zuletzt insbesondere die Schwierigkeiten von Spa untersucht. Mehr über Mercedes’ Maßnahmen zur Behebung von Russells Problemen erfahren.
Russell ist nicht der einzige Mercedes-Fahrer, der wegen Zuverlässigkeitsproblemen Punkte verloren hat. Auch Kimi Antonelli musste Rückschläge hinnehmen, dennoch weist seine Saison bereits sechs Siege auf – im Vergleich zu zwei für Russell. Dieser Gegensatz verdeutlicht, vor welch großer Herausforderung Russell teamintern steht, wenn er in der Meisterschaft wieder Boden gutmachen will.
Im Gespräch mit Sky F1 erklärte Brundle, dass die Mercedes-Fahrzeuge weiterhin schwer zu verstehen seien. Dabei verwies er auf Russells eigene Beschreibung der Herausforderung: „Ich glaube, es sind eigenwillige Autos, die man vollständig verstehen muss. George hat es für mich am besten zusammengefasst, als er sagte, es sei wie bei einem Golfer, der einen völlig neuen Schwung lernen muss.“
Brundle glaubt, dass Russells schlechtere Ausgangslage im Titelkampf nun einen Teil des Drucks von seiner Saison nehmen könnte.
„Ich glaube, er hat jetzt nichts zu verlieren. Tatsächlich hatte er so viel Pech und war zur falschen Zeit am falschen Ort – wie auch immer man es nennen will“, sagte Brundle. „Aber ich glaube, dass er jetzt sehr stark zurückkommen wird und das Team die Probleme finden wird.“
Der ehemalige Fahrer nannte außerdem Antonellis Tempo und Konstanz als Russells wichtigste verbleibende Herausforderung.
„Das größte Problem für ihn ist, dass Kimi unermüdlich schnell und konstant schnell ist. Daran muss er jetzt arbeiten, denn gegen die anderen Dinge kann er nichts ausrichten“, fügte Brundle hinzu.
Russell selbst sieht Mercedes in Ungarn vor einer völlig anderen Herausforderung als in Spa. Russells Einschätzung zur neuen Aufgabe am Hungaroring lesen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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