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Citroën Racing wird auch in der Formel-E-Saison 2026/27 auf Nick Cassidy und Jean-Éric Vergne setzen. Damit tritt der französische Rennstall in der ersten GEN4-Saison der Meisterschaft mit einer unveränderten Fahrerpaarung an.
Die Bekanntgabe folgt auf eine vielversprechende Debütsaison von Citroën. Das Team liegt mit 166 Punkten auf Platz fünf der Teamwertung. Obwohl in der Saison 2025/26 noch zwei Rennen ausstehen, richtet sich der Blick bereits auf die technischen und sportlichen Anforderungen der nächsten Generation elektrischer Formelwagen.
Der Zeitpunkt der Entscheidung ist bezeichnend. GEN4 gilt als bislang ehrgeizigster Entwicklungsschritt der Formel E und soll die aktuelle Leistungsbenchmark der Rennserie deutlich übertreffen. Das Auto soll mehr als 335 km/h erreichen, in etwa 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und nach 4,4 Sekunden 200 km/h erreichen. Letzterer Wert entspricht einer Verbesserung von 1,5 Sekunden gegenüber dem Vorgängermodell.
Im Rennmodus wird GEN4 50 Prozent mehr Leistung als der aktuelle GEN3 Evo liefern. Im ATTACK MODE steigt die Leistung auf bis zu 600 kW – 71 Prozent mehr als die Basisleistung des GEN3 Evo. Im Qualifying-Modus soll das Auto pro Runde durchschnittlich zehn Sekunden schneller sein als der GEN3 und der einzige Rennwagen mit nur einem Sitz und dauerhaftem Allradantrieb werden.

Citroën setzt damit auf eine Fahrerpaarung, die zu den konstantesten und stärksten im Feld zählt. Cassidy geht mit 42 Punkten Rückstand auf die Spitze in das Saisonfinale in London. Seine 104 Punkte, vier Podestplätze und ein Rennsieg – Citroëns erster in der Formel E – halten seine Titelchancen am Leben.
Vergne erwischte einen schwierigen Saisonstart, hat seine Klasse zuletzt jedoch mit starken Leistungen in Shanghai und Tokio erneut unter Beweis gestellt. Seine Erfahrung wird besonders wertvoll sein, während das Team die Herausforderungen bei der Entwicklung und beim Verständnis eines völlig neuen Autos bewältigt.
Cassidy erklärte, die innerhalb des Teams gewachsene Zusammenarbeit habe eine starke Grundlage geschaffen. Er freue sich darauf, die Entwicklung des GEN4 voranzutreiben und dessen Potenzial auszuschöpfen, sobald das Auto auf die Strecke komme. Auch Vergne bezeichnete das Projekt der neuen Generation als einzigartige Herausforderung. Er sei überzeugt, dass das Team zum Start der 13. Saison bereit sein könne, sofort um Spitzenpositionen zu kämpfen.
Vor dem Finale in London bleibt das Titelbild eng umkämpft. Auch Mitch Evans erwartet einen „massiven Kampf“ um den Formel-E-Titel – ein weiterer Beleg für die Spannung vor dem Saisonhöhepunkt, bevor GEN4 ins Rampenlicht rückt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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