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Mitch Evans bereitet sich beim Saisonfinale in London auf einen „massiven Kampf“ um den Weltmeistertitel in der Formel E vor – nach einem kostspieligen Rennwochenende in Tokio.
Der Jaguar-Pilot war nach Japan gereist, fest entschlossen, eine Serie von drei punktelosen Rennen in China zu beenden. Diese hatte ihn die Führung in der Meisterschaft gekostet. Im ersten Rennen in Tokio eroberte er die Spitzenposition in der Gesamtwertung kurzzeitig zurück: Trotz eines enttäuschenden Qualifyings arbeitete er sich von Startplatz 16 auf Rang vier vor.
Dieser Vorteil war im zweiten Rennen jedoch wieder dahin. Jaguar stattete Evans’ Auto vorsorglich mit dem vollen Nassdruck für die Regenreifen aus, da weiterer starker Regen erwartet wurde. Die prognostizierten Bedingungen blieben jedoch aus. Als die Strecke abtrocknete, warf die Entscheidung den Neuseeländer im Feld weit zurück. Damit sorgte die Strategie für ein weiteres Kapitel in Tokios Neuordnung im Titelkampf, bei der Reifendruck-Poker eine entscheidende Rolle spielte.
Evans schied in der letzten Runde schließlich wegen eines Defekts am rechten Hinterreifen aus. Zu diesem Zeitpunkt hatte das erneute punktlose Ergebnis seine Titelverteidigung jedoch bereits weiter unter Druck gesetzt.

Evans räumte ein, dass die Erfahrungen aus Shanghai Jaguars Überlegungen beeinflusst hatten. „Unsere Prognose sagte voraus, dass zu Rennbeginn starker oder noch stärkerer Regen einsetzen würde und außerdem eine weitere Regenfront aufziehen sollte“, erklärte er gegenüber RacingNews365.
„Also warten wir immer noch darauf, dass sie kommt“, scherzte er. „Sobald klar war, dass das nicht passieren würde, wusste ich, dass wir erledigt waren.“
Er ergänzte, dass das Team zunächst nicht wissen konnte, wie viele Konkurrenten sich trotz der nassen Strecke für Reifendrücke für trockene Bedingungen entschieden hatten. Jaguar war zu Beginn konkurrenzfähig, doch Evans akzeptierte, dass die Entscheidung letztlich falsch gewesen war.

Jake Dennis sammelte in Japan 37 Punkte und liegt damit nur zwei Zähler vor Evans, wenn es nach London geht. Das Finale ist zugleich Evans’ letztes Rennwochenende mit Jaguar nach zehn Jahren – eine zusätzliche emotionale Ebene in einem ohnehin hochspannenden Titelkampf.
London war in den vergangenen Saisonfinals kein gutes Pflaster für Evans. Auch Jaguars vollständiger Einbruch in Saison 10 bleibt eine Warnung dafür, wie schnell sich das Blatt in der Meisterschaft wenden kann. Bei noch zwei ausstehenden Rennen weiß Evans, dass eine fehlerfreie Umsetzung entscheidend sein wird.
„Normalerweise haben wir in London ein gutes Gesamtpaket. Wir hoffen, dass das auch diesmal so ist und es keine Überraschungen gibt“, sagte Evans. Sein Plan ist klar: gut qualifizieren und zwei starke Rennen abliefern.
„Alle werden stärker sein. Es wird ein massiver Kampf. Ja, ich freue mich darauf.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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