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Der frühere Red-Bull-Formel-1-Pilot Daniil Kvyat ist weiterhin fest entschlossen, sich einen Platz im Starterfeld der Formel E zu sichern. Mit Blick auf die bevorstehende Gen4-Ära rückt für ihn eine mögliche Rückkehr in den Formelsport zunehmend in den Fokus.
Obwohl der 31-Jährige bislang noch kein Formel‑E‑Rennen bestritten hat, ist er in den vergangenen Jahren zu einem vertrauten Gesicht im Fahrerlager geworden und absolvierte mehrere Rookie-Tests sowie Trainingseinsätze.
Kvyat sammelte seine ersten Erfahrungen mit einem Formel‑E‑Boliden beim Rookie-Test 2023 in Berlin mit NIO 333 Racing. Später war er 2025 für DS Penske im Einsatz und kehrte im vergangenen Monat für einen weiteren Test in Madrid zum Team zurück.
Trotz dieser Gelegenheiten am Steuer ist ein Stammcockpit bislang nicht zustande gekommen. Sein Interesse hat darunter jedoch nicht gelitten.
In einem Exklusivinterview mit RacingNews365 machte Kvyat deutlich, dass seine unmittelbare Zukunft zwar offen sei, die Formel E für ihn aber weiterhin einen großen Reiz ausübe.
„Nun, grundsätzlich sind meine Pläne für nächstes Jahr im Moment noch ziemlich offen. Dieses Jahr fahre ich in Japan [in der Super GT], und ich bin weiterhin Lamborghini-Werksfahrer – das ist mein Hauptjob.
Ich habe noch andere Projekte, aber ja, ich habe immer gesagt, dass ich für die Formel E offen bin, wenn die richtige Gelegenheit mit der passenden Ausrichtung kommt. Das ist etwas Interessantes, vor allem jetzt mit Gen4 – einem Auto mit mehr Abtrieb –, was noch mehr Sinn ergeben würde.“
Für 2026 liegt Kvyats Hauptaugenmerk auf seinem Engagement in der japanischen Super GT, wo er für JLOC in einem Lamborghini Huracán GT3 EVO2 antritt. Seine Rolle als Werksfahrer bei Lamborghini bleibt in dieser Saison seine zentrale Verpflichtung.
Auch wenn eine Rückkehr in die Formel E derzeit nicht konkret ansteht, hat die Einführung der Gen4-Ära sein Interesse an der künftigen technischen Ausrichtung der Meisterschaft offenbar weiter verstärkt.
In den vergangenen zwei Jahren hat Kvyat eine enge Beziehung zu Stellantis aufgebaut. Aktuell gebe es jedoch keine Pläne, dass er das kommende Gen4-Fahrzeug des Konzerns testen wird.
Was ein mögliches Renncockpit betrifft, so haben im Fahrerlager durchaus Gespräche stattgefunden – Konkretes ist daraus bislang jedoch nicht entstanden.
„Ich kenne viele Leute hier im Fahrerlager, und natürlich sind Gespräche das eine – man redet miteinander, ich rede mit Leuten, das ist ganz normal. Wir werden sehen, welche Möglichkeiten sich in Zukunft ergeben.“
Vorerst bleiben Kvyats Formel‑E‑Ambitionen genau das – Ambitionen. Doch mit Gen4 am Horizont und offenen Optionen über 2026 hinaus ist die Tür keineswegs geschlossen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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